Bundesministerin Manuela Schwesig (SPD) zeigt sich "persönlich sehr beeindruckt" von der Forchheimerin Lisa Badum. Daher hat sie die Grüne Kreisrätin für ihre "innovativen Projekte und für ihr ehrenamtliches Engagement" mit dem Helene Weber-Preis ausgezeichnet. Damit ist Badum bundesweit eine von 20 Preisträgerinnen. Um den Weber-Preis zu gewinnen, genügt es nicht, sich mit einem politischen Amt hervorzutun. "Man muss zeigen, dass man auch in der bürgerlichen Zivilgesellschaft verankert ist", sagt Badum.

Ihre Verankerung in der Asylarbeit war einer der Gründe, weshalb die 31-Jährige bei der Familienministerin punkten konnte. Zudem fiel Badum dadurch auf, dass sie ihren kommunalpolitischen Einsatz beharrlich mit landes- und bundespolitischen Themen verknüpft. So hat sie beispielsweise das lokale Klimabündnis oder das Thema Windkraft genutzt, um eine Kampagne auf Landesebene zu organisieren.

Das nahm der Grüne Bundestagsabgeordnete Anton Hofreiter zum Anlass, die Forchheimer Kreisrätin für den Preis vorzuschlagen. Teil des Procedere der Weber-Preis-Verleihung ist es, dass die Kandidatinnen in einem Bewerbungsschreiben ihre Arbeit darstellen müssen. In dieser Präsentation habe sie auch ihr Engagement beim Bund Naturschutz und bei der Bürgerinitiative gegen die Ostspange erläutert, sagt Badum. Eine ihrer Aufgaben sehe sie immer wieder darin, "das, was ich ehrenamtlich mache, in politische Anträge zu gießen", sagt Lisa Badum.

100 Bewerberinnen

Die Jury hat sie damit offensichtlich überzeugt. Lisa Badum wurde unter deutschlandweit über 100 Nominierungen ausgewählt. Die 20 Helene-Weber-Preisträgerinnen werden am 11. Juni in Berlin von Bundesministerin Manuela Schwesig ausgezeichnet. Helene Weber gehörte zum Parlamentarischen Rat, der das Grundgesetz erarbeitet hat.

Natürlich habe sie sich "über die Wertschätzung sehr gefreut", die mit der Preisverleihung verbunden sei, sagt Lisa Badum.

Freuen darf sich die Forchheimer Politikerin aber auch über eine "individuelles Coaching", das sie mit dem Preis gewinnt. Wie Manuela Schwesig im Glückwunschschreiben mitteilt, soll dieses Coaching den Preisträgerinnen ermöglichen, "Fähigkeiten weiterzuentwickeln, die für ihren politischen, beruflichen und privaten Werdegang zentral sein können".

Teil des Preises ist zudem ein Budget von 500 Euro, das die Preisträgerinnen für eine "lokale Aktion" nutzen können, "um Frauen für die Kommunalpolitik zu gewinnen".