Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt, den Sportförderpreis sowie den Kulturpreis des Landkreises Forchheim: Diese Preis verlieh jetzt Landrat Hermann Ulm (CSU).
Hans-Otto Dippacher aus Heroldsbach, der von 1985 bis 2010 Geschäftsführer der Lebenshilfe Werkstätten Forchheim war, setzt sich besonders für den katholischen Männerverein Heroldsbach ein. Seinem aktiven und unermüdlichen Engagement sei zu verdanken, dass der Verein wieder einen Mitgliederzuwachs von über 30 neuen Mitgliedern verzeichnen könne und damit zu einem der größten katholischen Männervereine in Bayern geworden sei, erläuterte Ulm.


Geld für den Weissen Ring

Seit dem Jahre 2000 organisiert der Kampfsporttrainer Michael Kann in Forchheim den Nikolaus-Budo-Lehrgang, eine Benefiz-Kampfsport-Veranstaltung, die sich seither zur größten Veranstaltung dieser Art in Europa mit rund 700 Teilnehmern entwickelt hat.

Mehr als 80 000 Euro aus den Einnahmen flossen seit dem Jahr 2002 dem Weissen Ring für Projekte und Opferhilfsmaßnahmen zu. Franz-Josef Saam, der seit inzwischen 60 Jahren als Kirchenmusiker in der Klosterkirche St. Anton aktiv ist, übernahm 1969 das Amt des Chor- und Orchesterleiters des Klosterchors und -orchesters mit zahlreichen Auftritten. Im Jahre 2010 gründete er den Viergesang des Klosterchores, in dem er aktiv mitwirkt.

Als Leiter der städtischen Sing- und Musikschule Forchheim setzte sich Saam von 1966 bis 2001 hartnäckig für eine gesicherte Finanzausstattung ein. Vor 40 Jahren rief Saam außerdem die Forchheimer Musikwoche auf der Kath. Landvolkshochschule Feuerstein ins Leben, deren Leiter er 25 Jahre lang war.


Höher als die Konkurrenz

Den Sportförderpreis, der mit 1000 Euro dotiert ist, erhielt das Europameister-Einrad-Team TSV Neunkirchen, bestehend aus Emily Abendschön (13), Antonia Joschko (14), Julina (17) und Maxine Laible (16). Das Team beeindruckte 2015 bei einer Großgruppenkür im italienischen Mondovi.

Bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften in Fürth sprang die Leichtathletin Jasmin Maxbauer aus Gräfenberg, die für die LG Eckental startet, weiter und höher als die Konkurrenz mit 5,65 Meter im Weitsprung und übersprungenen 1,67 Meter im Hochsprung. Ebenfalls in diesem Jahr gewann sie bei den Bayerischen Meisterschaften in Erding zwei Goldmedaillen im Weitsprung und hervorragenden 12,11 Meter im Dreisprung.

Der Deutsche Jugendvizemeister im Einzelsportkegeln ist Lukas Biemüller, der für den TSV Ebermannstadt antrat. Das Bestreben der Altstadtfreunde Gräfenbert e.V., die Baudenkmäler der Stadt Gräfenberg zu erhalten, honorierte Landrat Ulm mit dem Kulturpreise, wobei er die Sanierung des "Gesteigertors" in den Jahren 2008 bis 2012 und die Sanierung des "Hiltpoltsteinertors" mit angrenzendem Mesnerhaus in den Jahren 2013 bis 2016 besonders hervorhob. Vorsitzender Otto Müller nahm die Urkunde in Empfang. Eberhard Hofmann erhielt ebenfalls den Kulturpreis, der jeweils mit 2500 Euro dotiert ist, weil er das traditionelle fränkische Liedgut populär und den Menschen wieder zugänglich macht.

Im Jahr 1985 rief er die "Tüchersfelder Singtage" im Fränkische Schweiz-Museum ins Leben. Diese organisiert Eberhard Hofmann seit nunmehr 30 Jahren zweimal im Jahr ehrenamtlich.