Zum Neujahrsempfang in der Kaiserpfalz kamen die geladenen Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft zahlreich. Der Vorsitzende des Förderkreises Kaiserpfalz e.V., Ewald Maier, begrüßte mehrere Bundes- und Landespolitiker, freute sich aber besonders auch auf den Gastredner Michael Lerchenberg. Der Kultur werde oft viel zu schnell ein Ende gesetzt, erklärte Maier. "Auch Kultur muss sich entwickeln und braucht Zeit", sagte er. Die Anwesenheit der OB-Kandidaten, die "mit ihrer Präsenz ihre Verbundenheit mit der Kultur ausdrücken", freute Maier zudem.

Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) sprach in seiner Begrüßung darüber, dass Kultur Raum brauche. Jede Art von Kultur müsse da ihren eigenen finden. "Zwölf Monate warten darauf, von uns erlebt zu werden", so der OB.

Michael Lerchenberg, Intendant der Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel referierte schließlich zur Gesichte der Luisenburg. Mit viel Witz und einem mit Anektdoten ausgeschmückten historischen Abriss der Luisenburg-Festspiele erzählte er, was das Theater in Wunsiedel ausmacht. Als die Festspiele 1890 zum ersten Mal dort beim Felsengarten aufgeführt wurden, war es das einzige Theater unter freiem Himmel in Deutschland und fand sehr viel Zuspruch.

Besonders wichtig war es Lerchenberg auch hervorzuheben, wie diese kulturelle Veranstaltung auch die Wirtschaft im Fichtelgebirge fördert. "Die Luisenburg-Festspiele sind - ich sags ganz frech - der FC Bayern der deutschen Festspiele", erklärte er und stellte damit auch heraus, wie viele Menschen durch diese Kulturveranstaltung in diese Ecke Oberfrankens gelockt werden - nämlich jährlich 138.000 Besucher. "Die Festspiele sind eine optimale Wirtschafsförderung für den Sommer im Fichtelgebirge", so Lerchenberg.