Der erste Adventsmarkt rund um die Herz-Jesu-Kirche, verbunden mit einer einzigartigen Krippenausstellung am Wochenende, war ein voller Erfolg für die Kleingeseer Dorfgemeinschaft und Kirchenverwaltung. Wahre Besuchermassen strömten am Sonntag in die Kirche um die Krippenschau zu sehen.

Zwei Ideengeber

Die Idee, eine Krippenausstellung zu machen, hatten Marco Brendel und Michael Dörres, die beide selbst begeisterte Krippenbauer sind. Neben den zwei Kirchenkrippen, einer neuen und großen Krippe die von Bendel und Dörres in mehr als 200 Stunden ehrenamtlicher Arbeit gebaut wurde und der historischen und ebenfalls von den beiden restaurierten Kirchenkrippe aus dem Jahre 1936, waren zehn Hauskrippen von Kleingeseer Familien zu sehen, die die Besitzer alle ebenfalls selbst gebaut haben. Kleingesee kann also als das Krippenbauerdorf der Fränkischen Schweiz bezeichnet werden.
Auch Pfarrer Pater Flavian Michaeli, der die Vorabendmesse hielt und die Krippenausstellung eröffnete, freute sich über den ausgesprochen guten Besuch, kommt doch der gesamte Erlös der Herz-Jesu-Kirche zugute. "Als wir die Idee hatten, eine Krippenausstellung zu machen, meinten die Damen des Dorfes, ob man dazu nicht auch einen kleinen Adventsmarkt veranstalten könnte", sagt Marco Brendel der von dieser Idee sofort begeistert war. Und so kam ein kleiner Weihnachtsmarkt mit fünf Ständen rund um die Kirche zusammen, bei denen selbst gebastelte Advents- und Weihnachtsdekorationen, aber auch Kulinarisches von den Rostbratwürsten über Glühwein bis hin zu Weihnachtsplätzchen und Waffeln mit Vanilleeis angeboten wurde.

Teile der Krippe von 1936

Und für die kleinen Krippenbauer gab es sogar eine Kinderwerkstatt. Auf die Idee zur Krippenausstellung kam Brendel vor allem auch deshalb, weil er auf dem Kirchendachboden zweí Wachsfiguren und Teile einer alten Kirchenkrippe wieder gefunden hatte. Wie sich dann herausstellte, waren dies Teile der Kleingeseer Kirchenkrippe aus dem Jahre 1936. Der damalige Kleingeseer Mesner Vinzenz Hofmann hatte die zwei Wachsfiguren für die Kirchenkrippe gestiftetm, die nach den Erinnerungen älterer Kleingeseer einst 500 Reichsmark gekostet haben sollen. Neu eingekleidet wurden die Figuren nun von Josefa Bauer. Die alte Krippe haben dann Brendel und Dörres in etwa 100 Arbeitsstunden restauriert und neu aufgebaut und mit einem Glaskasten versehen. Wie Brendel meint, könnte sie ja vielleicht auch als Jahreskrippe in der Kirche für immer stehen bleiben. Diese Krippe und die von Brendel und Dörres gebaute neue große Kirchenkrippe, sogar mit echtem Wasserlauf, sollen auf jeden Fall bis Maria Lichtmess nächsten Jahres zu sehen sein. Die große Krippe dann mit wechselnden Szenen. Die zehn Familienkrippen mussten allerdings wieder abgebaut werden. "Da ist die Gefahr zu groß, dass wertvolle Figuren gestohlen werden", sagt Brendel. Die meisten privaten Krippen hatten alpenländische Motive.

Krippenfiguren selbst gegossen

Die Krippe von Franz-Xaver Bauer mit den herrlichen Figuren war neben Bruno Brüttings Krippe im fränkischen Stil. Diana und Günther Röhrer hatte ihr Krippenfiguren selbst aus Gips gegossen und handbemalt. Eine originelle Krippe war auch die Wurzelkrippe von Stefan Kohlmann. Nach dem großen Erfolg soll der Markt und die Krippenausstellung im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder stattfinden.