Breiten Raum nahm bei der jüngsten Sitzung des Obertrubacher Gemeinderats der Antrag ein, in der Bärnfelser Burgstraße eine Spielstraße einzurichten. Dazu lag ein schriftlicher Antrag vor, den fünf Einwohner unterschrieben hatten. Bisher waren sechs stark ausgeprägte Querrinnen in der Straße eingebaut, die im Zuge von Umbaumaßnahmen entfernt werden sollten. Drei sind inzwischen schon weg.

Damit, so fürchteten die Einwohner, könnte sich der Verkehr in unvertretbarer Weise beschleunigen. Die Umwidmung in eine Spielstraße setzt aber laut der Gemeinde voraus, dass dort der Aufenthaltscharakter überwiegt. Das könnte beispielsweise mit Pflanztrögen geschehen. Diese müssten derart angeordnet sein, dass Autofahrer auf der Straße nicht schneller als mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs sein könnten.

Eine einheitliche Verkehrsfläche ohne Unterscheidung zwischen Fahrbereich und Gehweg wäre zudem charakteristisch. Die relativ schmale Straße gibt das aber räumlich nicht her. Der Gemeinderat lehnte den Antrag deshalb ab.

"Schmetterling" bezahlt

Allerdings soll der jetzige Zustand erhalten bleiben. Das heißt, die verbliebenen Querrillen werden nicht entfernt.
Aufmerksam hatte Georg Schaffer die Diskussion im Obertrubacher Rathaus verfolgt. Schaffer gehörte zu jenen Anliegern, die den Antrag unterschrieben hatten. "Ich freue mich, dass der Gemeinderat ein offenes Ohr für unsere Anliegen hat. Mit dem Erhalt der restlichen Querrinnen ist unser Ziel erreicht", sagte er.

In der Tat sind in der Burgstraße die Regenrinnen derart ausgeprägt, dass vernünftige Autofahrer schon von selbst vom Gas gehen.

Glatt passierten den Rat zwei Punkte im Zusammenhang mit dem Gewerbegebiet Obertrubach und dem Bauvorhaben von "Schmetterling-Reisen". Dabei geht es um einen Linksabbiegerstreifen auf der Staatsstraße. Diese fordert das amtliche Straßenbauamt.

Für die Kosten kommt das Unternehmen "Schmetterling-Reisen" auf.
Als weitere Änderung soll entgegen der bisherigen Planung der öffentliche Feld- und Waldweg, Flur Nr. 376/5, Gemarkung Obertrubach, nicht aufgelassen werden. "Schmetterling-Reisen" will den ursprünglichen Weg belassen.

Die Erweiterung des Sportheimes des TSC Bärnfels stand einmal mehr auf der Tagesordnung. Geschäftsleiter Peter Helldörfer erörterte zahlreiche Probleme. Dazu gehört eine behindertengerechte Ausführung, weshalb der Baukörper auch von ursprünglich zwölf auf jetzt 13 Meter verlängert wird.

Kompromiss dringend gesucht

Helldörfer sprach auch die Löschwasserproblematik an. KBR Reinhard Polster forderte in seiner Stellungnahme zwingend einen unterirdischen Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 30 Kubikmeter. Nach Auskunft des Architekturbüros genügt eine Wasserleitung mit Hydrant im Umkreis von 300 Meter den Anforderungen.
Klar ist, dass der geforderte Löschwasserbehälter finanziell kaum zu schultern wäre. Jetzt wollen die Obertrubacher mit dem KBR eine Lösung suchen.