Siegfried Balleis (CSU) ist nicht nur Erlanger Oberbürgermeister, sondern auch Schirmherr der Veranstaltung "Klassik am See". In dieser Eigenschaft hat Balleis jetzt mit Gastdirigentin Ljubka Biagioni zu Guttenberg das diesjährige Programm für "Klassik am See" 2013 vorgestellt.
Der künstlerische Leiter Ronald Scheuer freute sich in diesem Zusammenhang, dem Publikum am Mittwoch, 31. Juli, "künstlerisch und musikalisch sehr Hochkarätiges" bieten zu können. Das schreibt der Veranstalter in einer Pressemitteilung.
Gemeinsam mit Ljubka Biagioni, die bereits im vergangenen Jahr Beethoven bei "Klassik am See" dirigiert hat, wird sich das Sommernachts-Openair direkt am Dechsendorfer Weiher bei Erlangen das erste Mal für die Oper öffnen.

Schon im vergangenen Jahr hatte Ljubka Biagioni nach eigenen Angaben "ihre Traviata" vor Augen, als sie seinerzeit durch die prachtvolle Kulisse am See spaziert ist. In diesem Jahr bringt der Veranstalter ihr nun das nötige Vertrauen entgegen und geht mit ihr den neuen Weg hin zur Oper.
Wie bereits bei den "Herrenchiemsee Festspielen" inszeniert Ljubka Biagioni zu Guttenberg die tragische Oper über die aufopfernde Liebe der Violetta halbszenisch. Sie übernimmt damit auch die Regie.
Sie wolle damit das Orchester und die Musik der Oper selbst zum Star machen. Die Musiker besetzen die Bühne wie in einem sinfonischen Konzert. Sie verbanne sie nicht in den Orchestergraben.

"Der Star ist die Oper"

Zu oft finde die Musik bei großen Opernproduktionen kaum Beachtung, klagt Ljubka Biagioni zu Guttenberg Sie werde auch keine Streichungen in der Partitur vornehmen. Für sie stehe die Musik im Vordergrund und nicht die Inszenierung."Unser Star ist die Oper", sagte Ljubka Biagioni zu Guttenberg.

Deshalb arbeite sie dazu auch gerne mit einem homogenen jungen und internationalen Solistenteam aus Italien, Bulgarien und Deutschland. "Mihail Mihaylov, unser Alfredo wird als neuer Pavarotti in der Szene gehandelt", raunt sie. Und Anton Keremidtchiev, der den Germont singt, hat ihrer Meinung nach "eine der schönsten Bari tonstimmen". Zusammen mit der italienischen Marta Torbidoni als Violetta seien damit die drei großen Rollen auch mit großen Stimmen besetzt. Noch ein Novum gibt es heuer bei "Klassik am See". Biagioni bringt ihr gerade neu gegründetes Orchester mit: die "Sofia Symphonics". Dieses besteht aus Musikern der großen Orchester Bulgariens. Gemeinsam mit den Besten will Biagioni zu Guttenberg eine eigene musikalische Sprache finden.


Programm
Ljubka Biagioni zu Guttenberg inszeniert mit eigenem Orchester Verdis "La Traviata" von G. Verdi bei "Klassik am See".

Termin Mittwoch, 31. Juli, um 19.45 Uhr

Ort
Dechsendorfer Weiher

Karten
Tickets kosten zwischen 33 Euro und 63 Euro. Schüler und Studenten bezahlen jeweils zehn Euro weniger.

Vorverkauf Karten gibt es unter anderem im Erlanger E-Werk, beim Rathausplatz sowie an allen Geschäftsstellen des Fränkischen Tag.