Die Mitglieder der Kreisgruppe Forchheim des Landesbund für Vogelschutz (LBV) hatten bei kaltem, aber sonnigem Wetter zu einer Felsbrüter-Exkursion nach Gräfenberg eingeladen. 33 interessierte Personen kamen der Einladung nach.

"Im Sinne des Naturschutzes musste die angekündigte Beobachtung der Wanderfalkenbrut aber kurzfristig abgesagt werden", schreibt der LBV. Das auf der zweiten Brut sitzende - die erste Brut war dem Uhu zum Opfer gefallen - und sehr nervöse Wanderfalkenweibchen hätte sich womöglich gestört gefühlt. Der Uhu-Spezialist Alex Brehm führte die Teilnehmer in einen Gräfenberger Steinbruch, wo ein Uhuweibchen in den aufgebauten Spektiven und somit im ausreichenden Abstand vor einer hellen Steilwand ihren Tag verschlief.

Kurze Störung

Das zweite Highlight der Exkursion war Familie Eichler aus Sollenberg zu verdanken. In ihrer Scheune nistet ein Turmfalkenpaar. Beide Alttiere ließen sich sehen und gut beobachten. Zur Freude der teilnehmenden Kinder konnten auch die Jungvögel von allen Teilnehmern aus nächster Nähe betrachtet werden.

Die Störung nahmen die Turmfalkeneltern gelassen hin; sie kamen kurz danach mit der nächsten Maus in den Fängen zu den sechs Jungtieren zurück. So wurden die Teilnehmer für den Ausfall der Wanderfalkenbeobachtungbestens entschädigt.