In Obertrubach geht eine kommunalpolitische Ära zu Ende. Insgesamt 36 Jahre lang saß Bürgermeister Willi Müller (CSU) dort im Gemeinderat. 1984 wurde Müller Dritter Bürgermeister, im Jahr 2002 machten ihn die Obertrubacher dann zu ihrem Bürgermeister.

"Du hast in den vergangenen zwölf Jahren die komplette Gemeinde runderneuert", bedankte sich Zweiter Bürgermeister Markus Grüner bei Müller. Grüner ist es auch, der Müller im Amt des Obertrubacher Bürgermeisters folgen wird. So habe sich das Kletterinformationszentrum (KIZ) "als Volltreffer" erwiesen.
Müllers Wissen um den Hoch- und Tiefbau hätte im Lauf der Jahre nicht wenige Ingenieure erstaunt.

"Heimlicher Finanzminister"

Grüner maß Müller außerdem einen großen Anteil daran zu, dass nach der Gebietsreform aus ehemals vier selbständigen Kommunen eine Einheitsgemeinde Obertrubach geworden sei. Trotzdem hätten die einzelnen Ortschaften ihre Identität behalten. Als Würdigung seiner Arbeit bekam Müller aus den Händen Grüners eine Dankesurkunde.

Müller seinerseits wandte sich anschließend besonders an die mit ihm ausscheidenden Gemeinderäte. Unter ihnen ist beispielsweise Oswin Gmelch, den Müller als "heimlichen Finanzminister" bezeichnete. Gmelch saß 24 Jahre lang im Gemeinderat und war seit 2008 Dritter Bürgermeister. Oder auch Max Habermann. Ihn bezeichnete Müller als "kritisch, lebhaft und wohltuend".

Auch Heinz Egloffstein und Stefan Arnold, Wilfried Kirsch und Alois Reichel scheiden aus der Gemeindevertretung. Sie alle wirkten mit in Arbeitskreisen und Ausschüssen. An dieser Stelle wurde einmal mehr deutlich, wie umfangreich die Aufgaben der Gemeinderäte sind und wie sehr sie oft im Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit ablaufen.

Spannende Zukunft

Willi Müller dankte allen Gemeinderäten und wünschte eine glückliche Hand für die Zukunft.
"Ich mische mich nicht ein und kommentiere nicht. Bei Fragen stehe ich aber gern zur Verfügung", versprach er zum Schluss. Er erwarte eine spannende neue Periode.