Weihnachten ist das Fest der Liebe. Oder das Fest mit den Liebsten. Aber eben auch das Fest des vielen Essens. Deshalb herrscht kurz vor Weihnachten Hochbetrieb in den Lebensmittel-Geschäften.

Der Globus-Markt in Forchheim öffnet an Heiligabend sogar eine Stunde früher als sonst - nämlich um 7 Uhr. Dann geht es für Sven und Volker Roppelt und ihre Teams rund. Die Zwillinge sind Teamleiter in den Bereichen Nonfood und Obst/Gemüse. "Natürlich wird gerade in der Zeit vor Weihnachten mehr Personal eingesetzt", bestätigt Sven Roppelt, "der Ansturm ab dem 22. ist enorm viel höher und so setzen wir jetzt lieber ein paar mehr Leute ein, die dann nach Weihnachten einen freien Tag bekommen."


Planung ist das A und O

Besonders wichtig sei aber auch die Arbeit im Vorfeld. Bevor die Waren im Laden ankommen, muss erst ein Bedarf erstellt und Bestellungen getätigt werden. Dann können die Kunden auch kurz vor knapp glücklich gemacht werden.

Tabakwaren wurden zum Beispiel rund 30 Prozent mehr bestellt als normalerweise. Wenn dann aber doch nicht alles verkauft wird, ist das nicht so schlimm. Geraucht wird auch nach Weihnachten noch.

"Planung ist das Wichtigste", erklärt Volker Roppelt. Er ist für Obst und Gemüse zuständig und weiß, was die Kunden wollen. "Die Weihnachtswoche ist die umsatzreichste im Bereich Obst und Gemüse im ganzen Jahr", sagt er, "besonders ultrafrische Artikel wie zum Beispiel Salat, Radieschen oder Lauch werden erst am 23. und 24. gekauft."

Damit auch dann noch etwas da ist, wurde zwei Drittel mehr bestellt als sonst. "Bei der Weihnachtsbestellung orientieren wir uns immer am Vorjahr", erklärt Volker Roppelt, "in diesem Jahr ist es aber natürlich noch mehr."


Gemüse-Preis ist stabil

Für die Kunden hat er eine gute Nachricht. "Der Preis ist auch wichtig, es gibt aber genug von allem und der Preis ist stabil", erklärt er.

Auch der Rewe-Markt in Reuth ist gut vorbereitet. "Bei uns ist auch an den Tagen vor Weihnachten alles top verfügbar", sagt Filialleiterin Christina Krause. Der große Ansturm begann bei ihnen sogar schon am Montag. "Wir haben Erfahrungswerte aus den letzten Jahren und bestellen dementsprechend", erklärt Krause, "am 24. ist es meistens so, dass die Leute schon den Großteil eingekauft haben. Da kommen sie nur noch und holen etwas beim Bäcker oder Metzger oder einen Kopfsalat."

Geöffnet hat der Rewe übrigens ab 7 Uhr - wie auch im restlichen Jahr. "Wir machen nicht früher auf, obwohl wir das könnten", sagt Krause, "aber um 14 Uhr ist dann in Bayern gesetzlich überall Schluss.


Reste gehen an die Tafel

Und wenn dann am 24. Dezember auch die Tore des Globus wieder geschlossen werden und die Roppelt-Brüder sich auf Weihnachten einlassen können, dann geht alles Frische, das nicht verkauft wurde, an die Tafel.

Am Montag dann beginnt der Trubel in den Supermärkten von Neuem. Schließlich wartet das Silvester-Geschäft. Die Sektflaschen stehen schon im Laden, die Böller und Raketen warten aber noch bis nach dem Wochenende im Lager.