Der innerörtliche Verkehr, also das Parken in schmalen Wohnstraßen, bereitet den Buckenhofnern nun schon seit Jahren Kummer. Bereits im 2014 hatte ein Bürger das wilde Parken in der Hans-Sebald-Straße moniert und damals ein einseitiges Halteverbot gefordert.

Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) hatte das Anliegen an den Verkehrssicherheitskreis weitergegeben. Das Fachgremium an der Seite der Stadt sah hier allerdings keinen Handlungsbedarf. Wenn allerdings in Kurven oder zu nahe an Kreuzungen geparkt würde - so riet Stumpf damals - , sollten Betroffene doch bei der städtischen Verkehrsüberwachung anrufen.

Ein ähnliches Problem hat nun eine Bürgerin an der Einmündung der Raiffeisen- in die Ausstraße ausgemacht. "Wenn ich nicht aufpasse, werde ich dreimal zusammengefahren", klagte die Frau und forderte eine bessere Verkehrsüberwachung für die schmale Straße.


Einiges zu beanstanden

Stumpf sieht solche Wünsche mit einiger Skepsis. "Das hat mich ein Fall in Kersbach gelehrt", sagte der Forchheimer OB. Auf Wunsch der Bürger wurde dort in eine bestimmte Straße häufig die Verkehrsüberwachung geschickt.

Vermutlich hatte sie einiges zu beanstanden und Bußgelder verhängt. Denn es kam zu heftigen Beschwerden der Nachbarn - und zu dem folgenden Hinweis: "In dieser Straße ist seit 30 Jahren kein Unfall passiert." Nachgehen will Stumpf allerdings dem Hinweis, dass auch die Einmündung der Hans-Sebald-Straße in die Buckenhofener Straße zugeparkt würde. Letztere ist deutlich stärker befahren als die Wohnstraßen. Deshalb soll sich das zuständige Referat die Stelle anschauen.


Keine Dringlichkeit

Die Buckenhofner Straße auf Höhe der Kapelle ist schadhaft. Auch das haben Bürger schon im Jahr 2014 angemerkt. Stumpf hofft, dass die Reparatur in den Haushalt 2016 aufgenommen wird. Für das laufende Jahr hatte der Stadtrat in diesem Zusammenhang noch keine Dringlichkeit gesehen.

Ein weiterer Bürger klagte über vermeintlich ungleiche Sätze bei der Grundsteuer: "Macht sie doch endlich einheitlich für ganz Forchheim", forderte er. Der neue Stadtkämmerer Detlef Winkler konnte aufklären.
Die Grundsteuer beruhe auf Messbeträgen, die das Finanzamt festsetzt. Sie stammten teilweise noch aus den 60er-Jahren. "Wir von der Stadt multiplizieren sie nur mit den Hebesätzen, die einheitlich sind", sagte Kämmerer Winkler.


Breite bleibt bestehen

Die Straße über die Staustufe ist laut Stumpf nur "ein besserer asphaltierter Feldweg". Sie wird ausgebaut, sicherte Stumpf zu, wenn das Baugebiet Tränklein - das etwa zwischen Sportplatz und Staustufe liegt - kommt.
An der Breite der zwei Brücken über die Schleusenanlage könne allerdings nicht gerüttelt werden. Das Wasser- und Schifffahrtsamt benötigt dort Zugänge zu den Anlagen darunter. Das wollte ein Bürger so nicht hinnehmen. Doch offenbar haben die Gewässerbauten dem Vernehmen nach Vorrecht.