Die sogenannte Juniorwahl richtet sich an die Schüler der zehnten und elften Stufe und kam auf Initiative der Fachschaft für Geschichte/Sozialkunde zustande. Die Schüler und Schülerinnen können ausprobieren, wie so eine Wahl läuft, sehen, wie der Stimmzettel aussieht und besonders wichtig: Auch wenn das Ergebnis nicht zählt, wird es veröffentlicht und gibt der Jugend somit eine Stimme.

Bundesweit nehmen zahlreiche Schulen an der Veranstaltung teil. Jan Grüner aus der Q11 findet das gut so, es sei eine "coole Idee" und insgesamt sehr interessant. "Ich wusste schon, was ich wähle", erzählt er. Informiert habe er sich mit Wahl-O-Mat und Internet. Sophie Bayer und Monika Vermes sind nicht ganz so überzeugt von der Veranstaltung, sie hätten keine Angst vor der ersten echten Wahl und müssten den Wahlvorgang auch nicht üben. Gewählt haben beide aber trotzdem.

Insgesamt kämen fast alle stimmberechtigten Schüler, verrät Leona Bürzle, eine der drei Wahlhelferinnen. Sie und ihre beiden Kolleginnen Amelie Kraus und Laura Lüttich wurden zufällig ausgewählt und haben die Aufgabe übernommen. Einiges zu tun gab es: Die Mädchen mussten Wahlbescheide schreiben und austeilen und bei der Wahl selber auf einer Liste eintragen, wer schon da war, damit niemand zwei Mal wählt. Zudem musste Laura die Urne beaufsichtigen, um zu kontrollieren, dass jeder Wähler nur einen Stimmzettel einwirft.

Tatsächlich sieht die Aula aus wie ein geräumiges Wahllokal, inklusive Wahlkabinen und versiegelter Urne. Da immer nur eine Klasse oder ein Kurs wählt, ist der Stress schnell vorbei. Am Freitag Mittag werden dann alle Wahlhelfer der Klassen gemeinsam die Stimmen auszählen. Das Ergebnis, das am Herder-Gymnasium erzielt wird, geht dann in die bundesweite Auszählung der Juniorwahl mit ein.