Mit viel politischer Prominenz hat der CSU-Ortsverband Wiesenttal seinen 40. Geburtstag gefeiert. Der unbestrittene Stargast war dabei Ilse Aigner, die in Berlin dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vorsteht.

Genau genommen befindet sich der Ortsverband heuer bereits in seinem 41. Jahr. Ihren runden Geburtstag feierten die Wiesenttaler CSUler aber deshalb erst erst, weil im vergangenen Jahr kein Spitzenpolitiker Zeit hatte, nach Wiesenttal zu kommen.

Nachdem Bürgermeister Helmut Taut (FW) und seinen beiden Stellvertreter Konrad Rosenzweig und Hans Rupprecht die Bundesministerin begrüßt hatten, trug sich die 48-Jährige in das Goldene Buch des Markts Wiesenttal ein.

Taut nutzte die Gelegenheit, um Aigner ein wenig über die Situation in Wiesenttal in Kenntnis zu setzen. Dabei sparte Taut auch nicht die finanzielle Situation des Markts aus, deren Verschuldung mit die höchste im Landkreis ist.

Sieben Vorsitzende seit 1972

Aigner weiß nun, dass Taut diesen Umstand unter anderem auf die Sanierung von Kanalisation und Wasserversorgung und auch auch auf den DSL-Ausbau zurückführt.

Trotzdem bemühe man sich auch weiterhin, eine für die Bürger und den Fremdenverkehr notwendige Infrastruktur vorzuhalten, versicherte Taut der Bundesministerin.
Aigner vernahm es und schlenderte anschließend an der Seite Tauts durch Muggendorf. Ihr Ziel war das Hotel "Goldener Stern", in dem die Wiesenttaler CSU ihren Festabend feierte.

Unter den Gästen, die mit der Wiesenttaler CSU feiern wollten, waren Staatssekretär Hartmut Koschyk, die Landtagsabgeordneten Eduard Nöth und Ludwig Freiherr von Lerchenfeld, Bezirksrat oder auch der Forchheimer Oberbürgermeister Franz Stumpf und Vizelandrat Georg Lang.

"40 Jahre CSU Wiesenttal heißt 40 Jahre Einsatz für die Bevölkerung", zog Ortsvorsitzender Konrad Rosenzweig die Summe unter den vier Jahrzehnten der Wiesenttaler CSU.
Sieben Christsoziale haben den Ortsverband 1972 Jahren ins Leben gerufen. Bis heute hatte der Ortsverband sieben Vorsitzenden. Dem ersten Vorsitzenden Georg Dütsch folgten Karl Modschiedler, Paul Ganß, Hans-Jürgen Kaiser, Toni Eckert und zwischen 1999 und 2005 noch einmal Paul Ganß. Seit dem Jahr 2005 steht Konrad Rosenzweig an der Spitze des CSU-Ortsverbands.

Rosenzweig reklamierte für seinen Ortsverband das Verdienst, in den zurückliegenden Jahrzehnten maßgeblich an der Entwicklung des Markt Wiesenttals beteiligt gewesen zu sein.

Paul Ganß ist Ehrenvorsitzender

Selbst die sieben Millionen Schulden änderten nichts daran, dass sich in Wiesenttals sehr viel getan habe und der Markt heute gut dastehe.

Rosenzweig erwähnte in diesem Zusammenhang den Unterhalt des 50 Kilometer langen Straßennetzes, den Ausbau des Kanal- und Wassernetzes, zwei Kindergärten mit Krippe, den Breitbandausbau sowie den Tourismus gehörten. Das sei ohne Männer wie Paul Ganß alles nicht möglich gewesen, sagte Rosenzweig. Seiner Verdienste wegen wurde Ganß an diesem Tag auch zum Ehrenvorsitzenden der Wiesenttaler CSU ernannt.

Ganß war unter den Gründungsmitgliedern der Ortsverbands und insgesamt 14 Jahre dessen Vorsitzender. Er war zudem Kreisrat, Marktrat, BBV-Kreisobmann und Vorsitzender der Waldbauernvereinigung. In Form von Leserbriefen schaltet sich Ganß auch heute noch regelmäßig in die Kommunalpolitik ein. Aigner ging in ihrer Rede nochmals auf die Entscheidung ein, ihre politische Zukunft in der bayerischen Landespolitik zu sehen.