Höchste Ehren erfuhren Rosa Deinhardt aus Wohlmuthshüll, die mit der "Verdienstmedaille des Verdienstordens der der Bundesrepublik Deutschland" für ihr 55-jähriges Engagement als Ortsbäuerin und vieles mehr geehrt wurde, und Walburga Heger aus Forchheim. Heger bekam das "Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern" für ihr jahrzehntelanges Engagement in der Pfarrei Verklärung Christi verliehen.

Aber auch die übrigen Geehrten zeigten sich als Vorbild der Gesellschaft, wie die Laudatio von Glauber zeigte. Vier verschiedene Arten von Auszeichnungen standen an. So erhielten Horst und Klaus Ebner, Forchheim die "Auszeichnung am Bande für 40jährige Dienstzeit beim Bayerischen Roten Kreuz" verliehen. Er war tätig in Ausbildungsbereichen wie Rettungsschwimmen, Rettungstauchen, Erste Hilfe- und Sanitätswesen, Einsatzleiter für die "Schnelle-Einsatz-Gruppe".

Eine "Dankurkunde für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung", unterzeichnet vom Bayerischen Staatsminister des Innern, Joachim Hermann (CSU), erhielten sechs Bürger. Glauber würdigte ihre Verdienste, weil sie sich über mehrere Wahlperioden hinweg auf kommunaler Ebene verdient gemacht haben. So wie Heinz Endres, der seit 1990 Ratsmitglied der Stadt Forchheim ist, in verschiedenen Ausschüssen wirkte, sowie in führenden Funktionen zunächst der Freien Wähler und ab 2007 für den Freien Bürgerblock Forchheim.

Karl-Heinz-Fleckenstein dient sei 1996 als Ratsmitglied. Bereits seit 1984 gehört er dem Kreistag an, ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion und stellt sich für das gesellschaftliche Leben wie der Kontrollkommission des ASB zur Verfügung.

Johann Held und Gerhard Prütting kommen aus Hiltpoltstein. Sie gehören seit 19 Jahren und mehr dem Rat der Marktgemeinde Hiltpoltstein an und bereichern das Leben in zahlreichen Vereinen der Gemeinde.

Hans Schnitzerlein, Kirchehrenbach, wirkt seit 1995 im Gemeinderat, begleitet seit 2008 das Amt des Vorsitzenden des Abwasserzweckverbands und setzt Akzente in der Kirchenverwaltung St. Bartholomäus Kirchehrenbach.

Hans Schober, Langensendelbach, engagiert sich seit mehr als 18 Jahren im Gemeinderat, prägte Infrastrukturmaßnahmen maßgeblich mit, setzte vor allem im Abwasserbereich, im Verband Mittlere Regnitz mit viel Erfahrung wirtschaftliche Akzente.

"Dieser Auszug an Engagement ist nur beispielhaft für eine beachtliche Liste vieler weiterer Aktivitäten, von Aufgaben, die in der Öffentlichkeit oft nicht wahrgenommen werden und trotzdem so wichtig sind", sagte der Landrat.

Mit St. Gereon, das diese Woche seinen 500. Geburtstag feiern kann, hatte Oliver Helmer vom Kulturamt einen würdigen Platz der Ehrungen gewählt.

Großer Beifall brandete auf bei der Nennung des Namens Walburga Heger. Glauber überbrachte die Glückwünsche von Ministerpräsident Seehofer und vieler weiterer Persönlichkeiten. "Jahrzehntelanges kirchliches Engagement in der Pfarrei Verklärung Christi, seit mehr als 35 Jahre Mitglied der Junge-Frauenbund-Gruppe, mehr als 20 Jahre Messnerin sprechen eine klare Sprache. ...Sie packen immer da an, wo eine helfende Hand gebraucht wird", brachte es Glauber auf den Punkt. Sie pflegt fränkisches Brauchtum, war ab 1981 bereits bei der Gründung der Mundarttheatergruppe "Forchheimer Brettla" dabei, wirkt dort als Autorin, Regisseurin. Sie verwaltet den historischen Kostümfundus des Heimatvereins Forchheim, ist Mitglied im "Förderkreis Kaiserpfalz e. V" und singt seit mehr als 40 Jahren im Gesangverein "Eintracht". Glauber dankte für ihren selbstlosen Einsatz in Pfarrei, Heimat- und Brauchtumspflege, für das Wirken zum Gemeinwohl. "Die Gabe, auf Menschen unvoreingenommen zuzugehen", beschreibt Heger ihre Stärke. "Mein Mann Roland hat viel Verständnis. Er brummt schon mal - aber er kann auch gut loslassen", sagte sie. Dieser stand dabei, nahm es lächelnd zur Kenntnis.

Rosa Deinhardt erhielt die höchste Auszeichnung des Abends mit der "Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublick Deutschland", unterzeichnet von Bundespräsidenten Joachim Gauck. Als Urgewächs des Ortes Wohlmuthshüll, Stadtteil von Ebermannstadt, ist sie im Landleben tief verwurzelt. Mit 24 Jahren wurde sie 1956 von den Landfrauen als Ortsbäuerin vorgeschlagen. 55 Jahre nahm die diese Aufgabe wahr, schied 2011 aus Altersgründen aus. Kultur- und Brauchtumspflege, Veranstaltungen und Weiterbildungsmaßnahmen, vielseite Themen wie Spendenaktionen, Organisation von Pflegekursen, schlicht, viele Themen des Alltags zählten zu ihren Leistungen. Deinhardt engagierte sich im kirchlichen Bereich, jahrzehntelang im "Päpstlichen Werk für geistliche Berufe" oder auch beim Bonifatiuswerk. "Es haben schon alle mitgeholfen, wenn ich sie brauchte", meint die Geehrte bescheiden. Sie freut sich über den tollen Zusammenhalt während ihrer Zeit in dem kleinen Dorf, wo man viel gemeinsam auf die Beine stellte. "Die Referenten kommen gerne zu uns", weiß sie, auch die Frauen aus den Nachbardörfern. Eine große Frau, die immer bescheiden blieb.