Nach dem Aufstellen des Maibaumes durch die Kirchehrenbacher Heimatfreunde zapft Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) das erste Fass an und eröffnet so das bis Sonntag dauernde Naturfest.

Die "Freinacht" vor dem Maifeiertag am Sonntag wird auch "Hexennacht" genannt. Später, im christlichen Glauben, wurde daraus die "Walpurgisnacht". Um sie ranken sich viele Sagen und Mythen. So glaubten die Menschen früher, dass sich Hexen und Geister treffen, um auf die Ankunft des Teufels zu warten.

Den Ursprung hat die Nacht wohl in einem heidnischen Fest, das die Ankunft des Frühlings feiert. Mancherorts wird die Hexennacht bis in die Gegenwart von Ritualen zur Walpurgisnacht begleitet. Die Schutzpatronin der Bäuerinnen und Mägde, die am 1. Mai ihren Ehrentag hat und der die Kapelle am Bergsattel geweiht ist, soll vor allem vor den Hexen schützen.

Auf dem Berg soll es zur Walpurgisnacht auch immer hoch hergegangen sein. Der Sage nach soll die Schutzpatronin die Hexen und Dämonen gezwungen haben, ihr beim Bau der der Kapelle zu helfen. Dafür dürfen sie in der Walpurgisnacht ihr Unwesen treiben.

Eine Hexe wird heuer jedoch fehlen. Sie erwischte wohl die Kurve am Ortsausgang von Mittelehrenbach in Richtung Walberla nicht und landete an einem Obstbaum. Vielleicht hatte sie erst kürzlich ihren Besenführerschein gemacht?