In einem Offenen Brief kritisieren Franziska Lamm, Hanna Wagner, Edith Rosenbaum und Karolin Schmer einige Aussagen, die Franz Stumpf (CSU/WUO) in der Debatte um das Bauvorhaben gemacht hat. Zum Beispiel diese: "Die Baukosten des Katharinenspitals sind noch nicht bezahlt." Der Heimbeirat fragt: "Wie können auf Gebäuden, die teilweise mit Stiftungsgeldern gebaut wurden, nach 50 bzw. 35 Jahren noch Schulden sein?" Diese und andere Fragen möchte der Heimbeirat in einer Stadtratssitzung geklärt wissen: Dort sollten die Öffentlichkeit und der Stadtrat dem OB Fragen zu diesem umstrittenen Thema stellen dürfen. Angezweifelt werden in dem Offenen Brief etwa auch Stumpfs Hinweise auf das "zu teuere Personal" oder sein Versprechen, "die Bewohner bekommen den Umzug bezahlt".

"open Petition" besucht Stumpf
Kritische Fragen an den Oberbürgermeister kommen auch von der Internet-Plattform "openPetition". Der Forchheimer Sebastian Schöndorfer hat auf der Plattform eine Petition "gegen den Abriss des Katharinenspital und die Zwangsumsiedlung der Bewohner" eingereicht. Schöndorfer betont: "Ich bin weder Pfleger, Bewohner noch habe ich Verwandte im Spital. Ich bin ein ganz normaler Bürger aus Forchheim. Mir kam die Idee zur Petition, als ich die Facebook Seite gesehen habe. Den Druck, welchen der Oberbürgermeister Stumpf nun aufgebaut hat, bekommt er als Gegendruck zu spüren."
Zu den Spielregeln von "openPetition" gehört, dass ein bestimmtes Quorum vorgegeben wird. Im Falle des Katharinenspitals: 650 Stimmen. Da die Zahl überschritten ist, werden Vertreter der Plattform Franz Stumpf nun besuchen und um eine Stellungnahme bitten.