Hermine Bauernschmitt darf sich über die Diözesanmedaille in Bronze freuen. Pfarrer Matthias Steffel überreichte der Organistin der Hallerndorfer Pfarrkirche St. Sebastian die hohe Ehrung im Namen von Erzbischof Ludwig Schick. "Die Medaille ist ein Zeichen des Dankes", sagte Steffel.
Die 83-Jährige spielt seit über 70 Jahren ehrenamtlich Orgel in der Hallerndorfer Kirche. Das Orgelspiel erlernte sie von ihrem Vater, dem bekannten Musiklehrer Anton Hofmann.

"Sie ist immer da"

Bereits mit elf Jahren spielte sie ihre erste Andacht. Als sowohl ihr Vater Anton wie auch ihr Bruder Ernst, der später als Regionalkantor tätig war, in den Krieg ziehen mussten, übernahm die Zwölf-Jährige 1943 den Organistendienst.

"Ob in der Früh, Mittags, am Nachmittag, Abends oder Nachts - sie ist einfach immer da", stellte Steffel die Zuverlässigkeit und das Pflichtgefühl von Hermine Bauernschmitt heraus. Der Pfarrgemeinderat, die Mitglieder der Kirchenverwaltung und die Gläubigen der Seelsorgeeinheit "Unterer Aischgrund" sind ihr ausgesprochen dankbar für ihren selbstlosen Einsatz. Ihren angestammten Platz an der Kirchenorgel verließ Hermine Bauernschmitt zur Ehrung im Altarraum nur sehr ungern. Die Organistin steht nicht gern im Vordergrund. Die Auszeichnung mit der Verdienstmedaille kam für sie überraschend. "Wenn wir es ihr gesagt hätten, wäre sie vielleicht gar nicht gekommen", scherzte Pfarrer Steffel.

Ein gerührtes Herz

Ihre Rührung konnte Hermine Bauernschmitt beim Verlesen des persönlichen Briefes des Erzbischofs kaum verbergen, die Auszeichnung ging ihr zu Herzen.
Neben ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit als Organistin in der Pfarrkirche leitete die "Mine" nach dem Tod ihres Vaters über zwölf Jahre auch den Kirchenchor. Bereits seit der Gründung des Frauenchors vor 30 Jahren hat sie darüber hinaus die Leitung des Frauenchores inne.