Anfang des Jahres begann die neue Klimafachkraft des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg (AELF), Marco Kunz, die Waldbesitzer des Privatwaldbereichs bei Pautzfeld zu beraten. Der Förster hat seither im Waldgebiet zwischen Pautzfeld und Heroldsbach einiges in Bewegung gebracht, in Pautzfeld entstehen klimatolerante Mischwälder.

Etliche Waldbesitzer haben dort ihre Waldbestände so durchforstet, dass Licht auf den Boden kommt. So können dort neue Bäume wachsen. Aufgrund des zu erwartenden Klimawandels ist es nicht mehr ratsam, wie bisher nur auf die Baumart Kiefer zu setzen. Daher sollen die Wälder um Pautzfeld mit Buchenwildlingen angereichert werden.

Sie sind an den Standort gut angepasst, zumal sie aus einem nahegelegenen anerkannten Saatgutbestand stammen. Außerdem sind sie weniger verbissgefährdet als Pflanzen aus der Baumschule. Daher kann auf die aufwendige Zäunung verzichtet werden.

Die beiden Waldeigentümer Norbert Winkelmann und Winfried Först zeigen in ihren Wäldern, wie einfach es gehen kann: Sie haben die Waldbesitzervereinigung Kreuzberg (WBV) gebeten, sie bei der Beschaffung der Pflanzen und bei der Pflanzung zu unterstützen. Matthias Koch, Geschäftsführer der WBV Kreuzberg, organisierte den Unternehmer Peter Fehringer.

Er hat in einem benachbarten anerkannten Buchenbestand Wildlinge gewonnen und sie auf dem Waldgrundstücken von Norbert Winkelmann und Winfried Först gepflanzt.

Revierleiter Matthias Jessen kann Waldbesitzern nach dem neuen Waldförderprogramm in diesem Fall einen Förderbetrag von 1,32 Euro je Pflanze gewähren. Damit sind die Kosten der Pflanzen, der Pflanzung und der weiteren Pflege und Kultursicherung abgedeckt.

Anders als bei den bisherigen Förderungen wird nicht mehr rein nach Fläche bezuschusst, sondern nach Anzahl der Pflanzen. "Das kommt gerade den Besitzern von kleineren Wäldern entgegen", so Abteilungsleiter Michael Kreppel vom AELF.

Insgesamt werden heuer im Herbst auf diese Weise 30 000 neue Baumpflanzen auf rund sechs Hektar im Pautzfelder Wald gesetzt. Im kommenden Jahr können auf weiteren Flächen bei Pautzfeld noch einmal doppelt so viele Pflanzen hinzukommen.

Kreppel ist mit der Aktion sehr zufrieden: "So entstehen klimatolerante Mischbestände, die den Herausforderungen des Klimawandels besser standhalten. Da Waldbäume 100 Jahre und älter werden, muss schon bei der Pflanzung bedacht weden, welche Baumarten mit dem künftigen Klima zurechtkommen."

Auch Förster Marco Kunz freut sich: "Es macht sehr viel Spaß, die Waldbesitzer fachlich zu beraten und den Waldumbau voranzubringen. Der Waldumbau schreitet voran, in Pautzfeld hat der Aufbau robuster Zukunftswälder begonnen."