Ein Autohaus mit Werkstatt möchte die Firma Auto Steinhäuser auf dem ehemaligen Norma-Gelände in Gräfenberg bauen. Schon vor zehn Jahren war dies einmal geplant gewesen; nun soll es endlich auch realisiert werden.
Stadtrat Matthias Striebich (Grüne) hat Bauchgrimmen, er würde das Vorhaben lieber im Gewerbegebiet der Stadt realisiert sehen. Der ehemalige Bürgermeister und jetzige Gemeinderat Werner Wolf (FW) informierte die Räte darüber, dass eine Ansiedlung im Gewerbegebiet "Am Schönfeld" schon früher einmal angedacht und diskutiert worden war.

Es habe aber das passende Tauschgrundstück gefehlt. Das ist heute aber nicht anders.
"Warum sollten wir das vertagen? Dort stehen dann drei Autohäuser, es passt dorthin. Es ist eine mutige Investition, die Gräfenberg gut tut", sagte Elisabeth Meinhardt (SPD). Auch Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD) sprach sich dafür aus: "Wir haben lange darauf gewartet, dass die Brache am Ortseingang verschönt wird". Der Stadtrat entschied, dem Plänen des Autohauses nicht im Weg stehen zu wollen.


Wolf erklärt Bedenken der FW

Die finale Verabschiedung der Trägerschaft und die Kostenbeteiligung der Stadt an einem Neubau für den Gräfenberger Kindergarten wurde beschlossen. Nach langen Diskussionen ist nun alles unter Dach und Fach. "Wir zweifeln nicht an der Kompetenz der Betreiber, sondern ob es nicht besser gewesen wäre, die Verantwortung für die Kinder im Ort zu lassen, auch wenn es teurer gewesen wäre", erläuterte Wolf nochmals die skeptische Haltung der Freien Wähler.

Offensichtlich am Michelsberg plant Vodafone, einen Mobilfunkmast zu setzen. 40 Meter hoch soll der Mast sein. Die Anwohner kündigten schon vor einigen Jahren ihren Widerstand an. Erste Gespräche der Stadt mit der Firma, die von Vodafone beauftragt worden war, bezüglich alternativer Standorte wurden bereits vor einigen Jahren geführt. Funkstille herrschte danach.

Nun gab Vodafone bekannt, momentan keine Mittel für den Bau der Mobilfunkanlage zu haben. Für 2016 werde es wohl nicht zu einer Umsetzung des Vorhabens kommen. Auf die ungünstige Lage angesprochen, bat Vodafone um Alternativvorschläge. "Wohin mit dem Mast?", bat Nekolla den Stadtrat und die Bürger, sich darüber Gedanken zu machen.


Striebich erkennt Sinn nicht

Jeder, der sein Handy aus der Tasche nehme, habe Empfang, sagte Striebich. Der GrünenStadtrat hält einen weiteren Mast deshalb für unnötig.
Mögliche Flächen, die nicht im Wohnbereich liegen, werden nun gesucht.