Voraussichtlich im Sommer 2017 wird das neue BRK Alten- und Pflegeheim in Gößweinstein eröffnet. Das Heim wird dann die derzeitige Einrichtung in Behringersmühle ersetzen. 60 bis 75 Pflegebetten sollen im dem neuen Heim einmal Platz finden.

"Mit den Eigentümern der Jugendherberge alles unter Dach und Fach", erklärte gestern der Investor Helmut Stranzinger aus Pfarrkirchen. Er will das neue BRK-Altenheim bauen und anschließend an den BRK-Kreisverband Forchheim verpachten.

Keine Zukunft mehr

Acht ähnliche Häuser hat Stranzinger in ganz Bayern für das BRK bisher schon gebaut. Alle werden dem Vernehmen nach ohne Defizit betrieben.

Dagegen hat der BRK-Kreisverband Forchheim in Behringersmühle zuletzt rote Zahlen geschrieben. Forchheims Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) spricht in seiner Eigenschaft als BRK-Kreisvorsitzender in diesem Zusammenhang von einem Defizit in Höhe von 100 000 bis 200 000 Euro pro Jahr. Dieses Defizit ist aber nur einer der Gründe, warum das Altenheim in Behringersmühle keine Zukunft mehr hat. Auch die Anforderungen des Pflege- und Wohnqualitätsgesetz sind inzwischen derart hoch geworden, dass sich das Altenheim in Behringersmühle offenbar nicht mehr wirtschaftlich führen lässt.

In Behringersmühle müsste n schon stark investiert werden, um den neuen Auflagen zu genügen. Stranzinger kam aber zu dem Schluss, dass ein Ersatzneubau an anderer Stelle weitaus günstiger komme. Drei verschiedene Standorte hat er geprüft, auch außerhalb des Markts Gößweinstein. Jetzt glaubt er mit dem ehemaligen Gelände der Jugendherberge den idealen Standort gefunden zu haben. "Es gibt hier eine tolle Lage, Einkaufsmöglichkeiten und eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr", sagte Stranzinger.
Die Bettenzahl ist in Behringersmühle inzwischen bereits von 125 auf 75 reduziert worden. "Ein Neubau ist daher bei mir sofort auf offene Ohren gestoßen", sagte Stumpf.

Baubeginn im Frühjahr 2016

Heimleiterin Anja Zimmermann ist ebenso angetan von den den Neubauplänen: "Das motiviert auch die Mitarbeiter." Und weiter: "Das Haus in Behringersmühle ist auch sehr dunkel. In Gößweinstein wird alles viel heller", freut sie sich.

Gößweinsteins Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) ist vor allen Dingen froh, dass das Altenheim in seiner Marktgemeinde bleibt. "Das BRK ist ein guter und verlässlicher Partner", sagte Zimmermann. Baubeginn soll im Frühjahr 2016 sein. Über die Kosten ist noch nichts bekannt. Was dann aus den leer stehenden Gebäuden in Behringersmühle wird, ist ebenfalls noch nicht klar. Stumpf könnte sich dort allerdings Ferienwohnungen vorstellen.