Wenn sich ihr Enkel mit seinem Fahrrad auf den Weg zur Grundschule Forchheim-Reuth macht, dann lässt Friedelinde Bermühler ein kleines Stück seines Weges entlang der Bundesstraße 470 keine Ruhe. "Durch den Sog der Lkw können die Kinder leicht ins Wanken geraten und ins Wasser fallen. Das ist lebensgefährlich", sagt die 81-Jährige über eine Gefahrenstelle an der Wiesent nahe des Forchheimer Wehrs.

Ortsauswärts fahrend muss der Neunjährige zwischen den Einmündungen Fichten- und Spinnereistraße eine Stelle passieren, an der neben dem Radweg nur ein sehr schmaler Gehsteig vorhanden ist. "Und die Mauer daneben ist maximal kniehoch. Wenn da jemand reinfällt, hat er keine Möglichkeit, sich ans Ufer zu retten", sagt Friedelinde Bermühler.

Die Leserin hat deshalb Fotos gemacht und sich an unsere Redaktion und das städtische Straßenverkehrsamt gewendet, dessen Leiter Roland Brütting Verständnis für ihre Sorgen hat. "Es ist glasklar, dass etwas getan werden muss. Wir prüfen, was machbar ist", sagt Brütting, der umgehend eine Stellungnahme von Polizei und Staatlichem Bauamtes angefordert hat.

Schließlich gilt es, einiges zu beachten. Brütting erklärt: "Durch ein neues Geländer auf dem Gehweg würde die Nutzfläche noch geringer werden. Wenn wir aber ein Geländer auf die alte Mauer bauen wollen, müssen wir erstmal prüfen, was die überhaupt aushält."

Um sich darüber zu unterhalten, welches Modell das beste ist, will sich der Leiter des Straßenverkehrsamtes demnächst mit Mitarbeitern des Tiefbauamtes und des Bauhofes treffen. "Es wird bald einen Ortstermin geben", sagt Brütting.