Fast zwei Wochen lang haben Mitarbeiter des Was-serwirtschaftsamtes am Flussufer entlang der Aisch Gehölzpflegemaßnahmen durchgeführt. Sie waren unterwegs von der Schlammersdorfer Brücke bis zur Flussmündung und in Hallerndorf unterhalb des neuen Baugebietes "Boint" am Ortsausgang Richtung Willersdorf.

Es mussten viele "Gefahrbäume" beseitigt werden. Manche der am Flussufer wachsenden Pappeln und Weiden hatten einen morschen Kern, einige waren auch vom Lackporling - einem Laubholzparasit - befallen.

"Es ist unsere Aufgabe, den Abfluss des Gewässers freizuhalten und dafür Sorge zu tragen, dass es sich naturnah entwickeln kann", erklärt Flussmeister Albert Groh. Dazu gehört auch, dass Verklausungen, also angeschwemmtes Totholz oder Treibgut, das den Abfluss hemmt, beseitigt werden. Solche Verklausungen können auch das Werk eines Bibers sein, der an der Aisch heimisch ist. Frisch angenagte Stämme bezeugen die Aktivität des scheuen Tieres.

Gerade für die hochwassergefährdeten Schlammersdorfer sind diese Uferpflegemaßnahmen wichtig. Das hat das letzte Hochwasser gezeigt, wo trotz sehr hoher Pegelstände die Aisch die anliegenden Wohnhäuser nicht wie früher überschwemmt hat. Doch einen gänzlichen Hochwasserschutz kann die Gehölzpflege nicht leisten, allenfalls werden die Hochwasserspitzen entschärft. "Das reicht oft schon aus, damit das Wasser bei manchen Häusern gerade nicht in den Keller läuft", so Bürgermeister Torsten Gunselmann, der die Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamtes sehr begrüßt.