Die Firma N-Ergie ist nur wenige Meter vom Bahnhof gerade mit Erdarbeiten beschäftigt, als dabei eine Leitung erwischt wird und Gas austritt. "Gegen 13 Uhr sind wir verständigt worden. Momentan versucht man, diese abzudichten", informiert Jochen Blum, Polizeikommissar der Polizei Erlangen-Land aus Uttenreuth.

Er und seine Kollegin Tanja Enck, die einige Meter Sicherheitsabstand einhalte, sind vor Ort. Sie erhalten über das Funkgerät den aktuellen Sachstand und informieren die Anwohner, die Fenster geschlossen zu halten.
Es zischt ein bisschen. Das Gas kann nicht einfach abgedreht werden, "es wurde das Notventil erwischt", sagt Blum. Derweil sind neben den Feuerwehrleuten der örtlichen Wehr auch Einsatzleiter Alexander Dorn und Kreisbrandmeister Sven Menger mit ihren Messgeräten vor Ort.


Mit Klebeband abgedichtet

Dann ist das Geräusch vorbei, die Leitung konnte mit einem Klebeband abgedichtet werden. Die Verantwortlichen der Feuerwehr geben nach einem Blick auf ihre Geräte Entwarnung. "Nicht mehr existent", sagen Menger und Dorn und meinen das Gas.

"Es handelte sich um Erdgas. Es ist leichter als Luft, verflüchtigt sich also schnell", informiert der Kommandant. Richtig gefährlich würde es bei einem Gasaustritt in Innenräumen sein. Nichtsdestotrotz könne auch hier Explosionsgefahr bestehen, meint Menger, beschwichtigt aber zugleich, dass diese Situation von der Gesamtgefahr gesehen eher harmlos sei. Die Leute von N-Ergie reißen die Straße weiter auf, wie eine sichtbare Staubwolke zeigt, und legen eine neue Leitung.


Ersatzverkehr

Am Bahnsteig selbst informiert eine rote Digitalanzeige über den Ersatzverkehr. Viele Autofahrer suchen nach Parklücken, Eltern holen ihre Schulkinder vom Bahnhof ab. Überall wird getuschelt, was nun wieder passiert sei, da der Zug nicht fährt. Der steht im Bahnhof in Igensdorf. Der Lokführer informiert die Schüler. "Ein Gasaustritt in Forth. Mehr weiß ich nicht. Wer nach Eckental fahren muss, kann in den Bus einsteigen", sagt der Zugführer und deutet auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eine Stunde nach dem Unfall eingesetzt wurden. Die harmlose Gefahr an der Unfallstelle ist gebannt. Alles weitere ist Routine. Die Bahnsperrung wurde ium 14.40 Uhr aufgehoben.

Die Bahnsperrung wurde um 14.40 Uhr aufgehoben.