Die Tage des BRK-Seniorenheimes an der Hainbrunnenstraße sind gezählt. Sobald die letzten Bewohner ind as neue Heim an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße umgezogen sind, wird das siebenstöckige Gebäude komplett dem Erdboden gleich gemacht. An Stelle des massiven Wohnklotzes will ein Bauträger drei fünfeckige Baukörper errichten.

Erfreulich: "Der Bauherr schöpft die erlaubten sieben Geschosse nicht aus", erklärte Bauamtsleiter Gerhard Zedler, der in der Neuplanung eine Aufwertung des Gebietes sieht. Er empfahl die Zustimmung zum Bau-Vorbescheid.


Vier Vollgeschosse

In jedem der drei baugleichen Gebäude sollen auf vier Vollgeschossen Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 90 und 130 Quadratmetern geschaffen werden. Im jeweils fünften Geschoss der jeweils 440 Quadratmeter großen Bauwerke sind je zwei größere Penthouse-Wohnungen mit Dachterrassen vorgesehen. Erschlossen werden die Häuser durch die bestehende Zufahrt an der Ostseite des jetzigen Anwesens, die zu einer Tiefgarage führt, von der aus alle drei Wohnblöcke zugänglich sind. Bauamtsleiter Zedler unterstrich die "sehr offene Bauweise". Wie so etwas aussehen kann, zeigten die Architekten nicht nur anhand des mitgebrachten Modells, sie hatten auch Fotos von einer Wohnanlage in Würzburg mitgebracht, wo mehrere solcher fünfeckigen Wohnblocks im dortigen "Mönchpark" errichtet wurden.

Im Gegensatz zur jetzigen "massiven Bebauung" bleibe bei den geplanten fünfgeschossigen Häusern viel Grün rings herum übrig, erklärte Bauamtsleiter Zedler. Deshalb seien die Anwohner der benachbarten Anwesen ausnahmslos begeistert gewesen, als ihnen das Projekt vorgestellt wurde. Der Einladung waren 80 Prozent der Nachbarn gefolgt. Viele hätten spontan ihre Einwilligung zur dem geplanten Vorhaben gegeben und die vorgelegte Planung unterschrieben.

Die beantragten Abweichungen von den Festsetzungen des gültigen Bebauungsplanes seien von untergeordneter Bedeutung, zumal die Baumasse gegenüber dem vorhandenen Bestand deutlich reduziert werde. Die Baugrenzen würden bei der Neu-Planung zwar überschritten, doch trotz der deutlichen Abweichungen vom Bebauungsplan habe das Stadtbauamt keine Bedenken gegen diese Art der Bebauung. Die qualitätsvolle Bauweise und der pflegliche Umgang mit den Freiflächen wiege die Abweichungen deutlich auf. Diese Auffassung teilten auch die Mitglieder des Bauausschusses. Thomas Werner (CSU) sprach von einer "Auflockerung des Gebietes". In relativer Innenstadtlage entstünden schöne Wohnungen. Die entstehenden Wohnungen seien hochwertig und attraktiv. Dafür gebühre dem Architekten ein Lob.

Der versicherte noch einmal, dass es für die Autos keine "oberirdischen Blechsärge" geben werde. Die Wohnungen, eine gesunde Mischung aus Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen seien als Eigentumswohnungen für den eigenen Gebrauch gedacht. Einstimmig stimmte der Bauausschuss dem Vorbescheid für die städtebauliche Neuordnung des Grundstückes zu.