Zentimeterarbeit war gefragt, bis der 2,8 Tonnen schwere Weihnachtsbaum auf dem Rathausplatz stand. Mitarbeiter des Garten-Amtes, zwei Polizeibeamte und ein Kranführer machten sich gestern Morgen um 8 Uhr ans Werk.
Die zwölf Meter hohe Blaufichte hatte ein Bürger aus der Dechant-Reuder-Straße gespendet. Da der Baum auf einem Grundstück direkt gegenüber dem Garten-Amt stand, "hatten wir ein Heimspiel", freute sich Gartenbaumeister Andreas Geck.
Kranführer Dieter Felkel ging die Sache spielerisch an. Er setzte seine Nikolausmütze auf und ließ den Baum nach einer dreistündigen Säge- und Transportaktion am Haken seines Kranes über den Rathausplatz schweben.
Heikel war, mit dem sechs Meter breiten Baum auf dem Tieflader die Kurve zu kriegen. Am Katharinenspital gelang es um Zentimeterbreite. "Ohne Polizei-Eskorte wäre das nicht machbar gewesen", meinte Andreas Geck. Vor dem Rathaus dirigierte dann Baumpfleger Stefan Klinger den Kranführer: "Dezent anheben - noch einen Tick." Vorher war der Stamm der etwa 40-jährigen Fichte (geschätzt von Andreas Geck) am unteren Ende zurechtgeschnitzt worden. Ihn in das 86 Zentimeter tiefe Loch (Durchmesser 30 Zentimeter) zu bugsieren, sei noch nicht mal die größte Herausforderung, sagte Stefan Klinger: "Das Schwierigste ist, dass der Baum am Ende gerade steht."