2,65 Millionen Euro wären laut Architekt Ralf Bahl notwendig, um das Hasenbergzentrum in Ebermannstadt umfassend zu sanieren. Über Fördergelder kämen zwar 1,4 Millionen wieder herein, doch an der Stadt blieben dann immer noch 1,23 Millionen hängen, informierte der Architekt die Mitglieder des Stadtrates.

Die höchste Förderung gibt es über das so genannte "Kommunale Investitionsprogramm" (KIP). Für die Beseitigung eines Leerstandes, die energetische Sanierung und die Barrierefreiheit hat die Regierung von Oberfranken bereits 810.000 Euro zugesagt.

Dieses Geld soll nun ausschließlich für die Revitalisierung der ehemaligen Schreinerei verwendet werden. "Viel Geld", betonte Ludwig Brütting (FW), der daran erinnerte, dass ein Neubau auch nicht teurer gekommen wäre. Der einzige Vorteil sei die hohe Förderung. Brütting verwies auch darauf, dass die Räume gebraucht würden. Denn während der Sanierung des Kindergartens St. Marien könnte die revitalisierte Schreinerei als Ausweichquartier verwendet werden. "Das spart Bau-Nebenkosten", meinte Brütting.

Sein Kollege Klaus Neuner (CSU) monierte, dass in den hohen Kosten das Untergeschoss des Gebäudes nicht berücksichtigt worden sei. "Wie kann ein Gebäude als nutzbar bezeichnet werden, wenn der Kellerbereich feucht bleibt und die festgestellte Geruchsbelästigung weiter besteht?", fragte Neuner. Demgegenüber stellte Architekt Bahl klar: "Die Hausaufgabe war die Sanierung des Erdgeschosses." Die Nutzung des Untergeschosses als Jugendzentrum sei optional.

Stadtrat Christian Sponsel (MOG) fand, dass es wichtigere Vorhaben gebe, als "die Sanierung einer Halle, die größtenteils leersteht." Das sei ihm zu viel Geld, argumentierte Sponsel. Rainer Schmeußer (CSU) betonte, er sei von einer Gesamtsanierung ausgegangen und wollte wissen, welche weiteren Maßnahmen noch notwendig seien.

Diesen Betrag könne man noch nicht beziffern. Denn bei einer Nutzung des Untergeschosses als Jugendzentrum könnten über den Kreisjugendring Fördermittel beantragt werden, warf der Kämmerer Wolfgang Krippel ein.

Das Gremium einigte sich schließlich darauf, die ehemalige Schreinerei im Zuge des Kommunalen Investitionsprogrammes zu sanieren. Zudem soll der angebaute Gebäudeteil des Hasenbergzentrums, in dem derzeit Kinderhort und Bücherei untergebracht sind, über einen Aufzug barrierefrei erschlossen werden. Die Kosten dafür bezifferte Bahl auf gut 50 000 Euro. Abzüglich der Fördermittel bleibt der Stadt ein Anteil von 20 300 Euro.

Der Eigenanteil für die Sanierung der Schreinerei erhöht sich auf 180 000 Euro. Über die weitere Sanierung des Hauptgebäudes soll in den Haushaltsberatungen diskutiert werden.