Eine Hollywood-reife Verfolgungsjagd lieferte sich in der Nacht zum Samstag ein 43-Jähriger Franke mit der Polizei. Auf einem Firmengelände beim Einbruch erwischt, flüchtet der Mann vor den Beamten mit einem Fahrrad, springt anschließend zwischen Forchheim und Hausen in den Main-Donau-Kanal.
Eine Stunde suchen die DLRG und Wasserwacht nach dem Flüchtigen. Sie finden ihn versteckt unter Ästen im Wasser. Seine Körpertemperatur ist bereits auf 32 Grad gesunken.


Polizei hält sich weiterhin bedeckt

Auch zwei Tage nach der Verfolgungsjagd kann die Polizei über den Ermittlungsstand noch keine genauen Aussagen treffen. "Wir wissen nicht, ob er auf dem Firmengelände was stehlen wollte. Wir haben Indizien, die Kollegen müssen das jetzt alles auswerten", äußert sich Alexander Debes, Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Forchheim, zum derzeitigen Kenntnisstand. Weitere Informationen zu der Tat möchte der Beamte nicht herausgeben, er fürchtet, dass der mutmaßliche Dieb vom Ermittlungsstand der Polizei in der Zeitung lesen könnte.


Der Flüchtige ist aus Oberfranken

Soviel kann er aber verraten: Der Franke kommt nicht aus Forchheim, ist aber in Oberfranken ortsansässig. Das Krankenhaus hat der Mann bereits verlassen. Derzeit prüfen die Beamten, ob er 43-Jährige mit anderen Einbrüchen in Verbindung steht. Erst wenn die Spurensicherung abgeschlossen ist und alle Fragen geklärt sind, wird die Staatsanwaltschaft über das weitere Vorgehen entscheiden.

An dem Einsatz waren drei Boote der Wasserwacht und der DLRG, sechs Polizeistreifen, die Feuerwehr Hausen, der Rettungsdienst und ein Polizeihubschrauber beteiligt. Dieser wurde von der Polizeistaffel in Roth angefordert. sas