Die erstaunlichste Gabe der Könige aus dem Morgenland aus heutiger Sicht: das Gold.
Erstaunlich nicht nur deshalb, weil der Goldpreis seit 2000 Jahren im Steigen begriffen ist. Erstaunlich vor allem deshalb, weil das Gold unverwüstlich ist und uns daher mit der Vergangenheit verbindet. Eine Forchheimer Goldschmiedin wies mich darauf hin: Spuren des Zahngoldes, das in meinem Mund schimmert, "könnte theoretisch aus der Zeit der Pharaonen stammen."
Gold ist hundertprozentig recycelbar - und das lässt einen faszinierenden Schluss zu: Wenn es stimmt, dass die Könige aus dem Morgenland dem Jesuskind Gold in die Krippe gelegt haben, dann kann dieser Rohstoff bis heute nicht aus der Welt sein!
Wahrscheinlich liegt die kostbare Gabe von Kaspar, Melchior und Balthasar heute im Tresor einer Schweizer Bank. Aber möglich ist auch: Jemand von uns trägt Teile des königlichen Goldes als Krone im Mund.