Der Duden definiert das Substantiv "Trotz" als das dauernde, in der Regel erfolglose Aufbegehren gegen den Willen anderer. Ok, zugegeben. Den Bewohnern der Forchheimer Jean-Paul-Straße, die ihre für einen idyllischen Sommerabend geeigneten Gartenutensilien auch im tiefen Winter vor dem Haus stehen lassen, wird das ziemlich egal sein. Wahrscheinlich kamen sie einfach nur nicht dazu, die Liegen, Stühle und Tische wegzuräumen. In unserer so hektischen Zeit.

Vielleicht sahen sie es aber auch einfach nicht als notwendig an. Ist ja unnötige Arbeit, müsste man ja im neuen Jahr wieder wegräumen. Fast ein wenig wie Betten machen. Vielleicht steckt aber auch ein tieferer Sinn dahinter. Eine Sehnsucht nach dem Warmen, den langen Tagen, den lauen Nächten. Liegen also quasi als Symbole dafür, dass jeder Winter irgendwann vergeht. Auch wenn man sich das bei den derzeit strengen Minuswerten gar nicht recht vorstellen kann. Man möchte es. Das ist er dann, der menschliche "Trotz".