Zum neunten Mal führte der Forchheimer Lions Club den Friedensplakatwettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Ehrenbürg-Gymnasium durch. Der Wettbewerb stand unter dem Motto "Eine Feier des Friedens". Zwei sechste Klassen der Kunsterzieherinnen Bettina Specht und Eva Sibylle Klein nahmen teil.
Nelli Böker gewann mit ihrem farbenfrohen Plakat den ersten Platz. "Auf meinem Plakat sieht man eine Friedensfeier. Es wird viel getanzt und alle sind glücklich. Auch ein Rollstuhlfahrer und eine ausländische Frau feiern mit", beschreibt die Elfjährige ihr Bild.
Auf dem zweitplatzierten Plakat von Louisa Walz (11), sieht man die lächelnden Staatsoberhäupter Wladimir Putin und Barack Obama, die den Frieden in Syrien vereinbaren. Im Hintergrund jubeln die Menschen. Auf dem Bild von Filiz Specht (11), die den dritten Preis erhielt, umarmen sich im Vordergrund zwei Frauen mit verschiedenen Hautfarben. Im rechten Hintergrund wird zünftig gespeist, inklusive Torten, wie es sich für eine Friedensfeier gehört.


Geld für die Klassenkasse

Der Vizepräsident des Lions Clubs Forchheim, Ulrich Abele, überreichte den drei Preisträgerinnen je ein Guthaben in Höhe von 150, 100 und 50 Euro, das von den Vereinigten Raiffeisenbanken gestiftet wurde. Die Klasse 6a der Gewinnerin erhält außerdem freien Eintritt in den Freizeitpark Schloss Thurn. Die Klassenkasse der 6d wird mit 50 Euro aufgestockt, gespendet von Benedikt Graf von Bentzel.
Einen Sonderpreis, einen Buchpreis in Höhe von 20 Euro, bekam Valentin Feser (11). Sein Plakat überzeugte die Jury, bestehend aus den Künstlerinnen Gerda Poiger, Milada Weber und Sabine Aly durch seine Originalität: Der Krieg ist vorbei, die Soldaten schwenken erleichtert Fahnen und ein Panzer, der jetzt nicht mehr gebraucht wird, schießt Konfettisalven in die Luft.


350 000 Teilnehmer weltweit

An dem internationalen Friedensplakatwettbewerb, den die Lions Clubs bereits zum 29. Mal organisieren, nehmen jährlich mehr als 350 000 Kinder im Alter von 11 bis 13 Jahren teil. Es gibt vier Wettbewerbsrunden auf lokaler Ebene, auf Distrikts-Ebene Bayern Nord, auf Bundesebene und international. Das erst- und zweitplatzierte Plakat aus Forchheim nimmt am Wettbewerb auf Distrikts-Ebene teil.


Kunstwerke als Postkarten

Der Forchheimer Club setzt sich für die Förderung der Kinder und Jugend ein. Er unterstützt in Not geratene Familien mit der jährlichen Weihnachtspaketaktion. Diese Aktion wird über den Glühwein-, Stollen-, Plätzchen- und Waffelverkauf finanziert.
In diesem Jahr steht der Lions Club-Stand am 26. und 27. November vor Foto Brinke. Auch der Erlös aus dem Verkauf der gedruckten Gewinnerplakate wird für Jugendprogramme eingesetzt. Die Kunstwerke in Postkartengröße können in der Geschäftsstelle der Vereinigten Raiffeisenbanken Forchheim in der Nürnberger Straße 5 für 2 Euro erworben werden, solange die Plakate dort ausgestellt sind.


Wunsch nach besserer Zukunft

Peter Dyck vom Lions Club Forchheim wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass das Streben nach Frieden und der Wunsch nach einer weltweit besseren Zukunft angesichts der Lage in Syrien sehr aktuell sei.
Kreisrat Otto Siebenhaar (FW) dankte in Vertretung von Landrat Hermann Ulm den Kindern für ihren Eifer.
Der Schulleiter des Ehrenbürg-Gymnasiums, Karlheinz Schoofs, lobte die Teilnehmer des Wettbewerbs. "In der sechsten Klasse kommt noch eine Fremdsprache hinzu. Das ist für unsere Schüler sehr aufreibend. Es freut mich daher, dass die Kinder im Fach Kunst die Möglichkeit haben, sich mit einem ganz anderen Thema auseinandersetzen zu können und hier Erfolg haben. Ein idealer Ausgleich zu Französisch und Latein!"


Weiße Tauben sind verpönt

Kunsterzieherin Bettina Specht dankte den Vereinigten Raiffeisenbanken für die Unterstützung. Die Kinder seien auf ihr Umfeld konzentriert und zeigten verschiedene Ideen, wie man Feste feiern kann, gemeinsam mit Alten, Jungen und Menschen mit Behinderungen. Bei der graphischen Darstellung des Themas "Frieden" sei es natürlich eine Herausforderung, etwas Neues, Originelles zu präsentieren. "Weiße Tauben sind bei uns verboten", fügte sie schmunzelnd hinzu.