Was ist schöner? Die Karpfen etwa? Oder doch die Karpfenkönigin? Die Karpfen jedenfalls haben schon einmal ein paar Argumente auf ihrer Seite.

Sie sind von keinen Parasiten befallen, die Kiemen scheinen in Ordnung zu sein und das Fleisch macht auf die, die es wissen müssen, einen hervorragenden Eindruck: nicht zu fett, sondern kernig und fest. Die stetig wachsende Zahl der Freunde des Aischgründer Spiegelkarpfens dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf eine richtig gute Karpfensaison machen.

Um diese Hoffnung weiter zu nähren, nahm Robert Klupp ein fangfrisches Exemplar bei den Haider Fischereifachgesprächen einmal genauer unter die Lupe: "Alles bestens", sagte der Leiter der Fischereifachberatung des Bezirks Oberfranken.

Und mit der Karpfenkönigin, wie stünde es um die: "Ebenfalls alles bestens!"
Schon bald werden die schwimmenden Leckerbissen aus dem Aischgrund auf den Tellern der Gastwirtschaften in der Region kredenzt. Teichwirt Fritz Nagel freut sich auf eine ertragreiche Saison: "Wir haben bis jetzt keine Verluste gehabt, die Weiher sind voll!"

Aus dem gesamten Haider Teichgebiet werden heuer demnach etwa 25 000 Karpfen geerntet, schätzt Jagdgenossenschaftsvorsitzender Georg Kratz.

Thomas Speirl folgt nach

Seiner Einladung zu den Haider Fischereifachgesprächen mit der traditionellen Fischbegutachtung leisteten auch diesmal wieder viele namhafte Experten und zahlreiche Politiker Folge.

Bezirkstagspräsident Günther Denzler begrüßte unter anderem den Präsidenten des Verbands der Deutschen Binnenfischerei, Bernhard Feneis, den Vorsitzende der Teichgenossenschaft Oberfranken, oder auch Martin Oberle vom Institut für Fischerei in Höchstadt/Aisch.

Zum ersten Mal nahm die Aischgründer Karpfenkönigin Katrin I. aus Neustadt/Aisch an den Fischereifachgesprächen teil. Für Robert Klupp war es dagegen das letzte Fischereifachgespräch als Leiter der Fischereifachberatung.
Klupp geht in den Ruhestand und wurde von der Expertenrunde dementsprechend verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Thomas Speierl an.