Die Kirchengemeinde Hetzles hat am Sonntag 125. Weihejubiläum der Kirche St. Laurentius gefeiert. Erzbischof Ludwig Schick hatte es sich nicht nehmen lassen, in der Kirche mit einem Pontifikalamt dieses Jubiläum zu feiern.

Zudem hatten sich aus dem Seelsorgebereich zahlreiche Bürgermeister und Abgeordnete eingefunden, darunter MdB Thomas Silberhorn, MdL Michael Hofmann und Landrat Hermann Ulm (alle CSU).

Zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Bitter an die Entstehung der Pfarrgemeinde. 1884 wurde die zu kleine Wehrkirche abgerissen und aus den Steinen der Wehrmauer eine neue Kirche im gotischen Stil erbaut: 33 Meter lang, elf Meter breit und zehn Meter hoch. Erzbischof Josef von Schork weihte sie am 22. Juli 1891. 17 600 Gulden kostete die Kirche; dies entspricht einem heutigen Wert von 345 000 Euro. Spenden und Zuschüsse kamen vom damaligen Bürgermeister Baier und dem Vermächtnis von Erzbischof Michael von Deinlein. Viele namhafte Bürger unterstützten zudem den Bau der Kirche.


Zum Abschluss ein Scheck

Der Kirchenbau wurde ausgeführt von Maurermeister Kratzer aus Forchheim, der Dachstuhl wurde errichtet von Zimmermeister Hemmerlein aus Neunkirchen.

In seiner Predigt wies Erzbischof Ludwig Schick darauf hin, "dass Kirchengebäude dafür da sind, damit wir Kirche bleiben. Eine Kirche lebt von den Menschen, die sie füllen".

Zum Ende des Pontifikalamts überreichte Marianne Bitter noch einen Scheck in Höhe von 500 Euro und ein Buch über den großen Geistlichen der Gemeinde Hetzles, Michael Deinlein, an Erzbischof Ludwig Schick. Beim gemeinsamen Mittagessen feierte die Gemeinde das Weihejubiläum weiter.