Er war tätig als Professor an der städtischen Malschule München, er ist auch auf dem dortigen Nordfriedhof beerdigt, aber Georg Mayer-Franken (1870 - 1926) ist ein Sohn Forchheims. Deshalb vermachte er auch der Stadt seinen Nachlass, aus der eine Stiftung entstand, mittels der alljährlich Stipendien vergeben werden - an "vaterländisch gesinnte notleidende Studenten", wie es seinerzeit hieß. Heute erinnert an ihn die Mayer-Franken-Straße im Forchheimer Osten und eben jenes Grab im Münchner Norden, für dessen Pflege die Stadt Forchheim seit Jahrzehnten aufkommt. Jetzt aber laufen die Grabnutzungsrechte aus.
Für die Stadt Forchheim gibt es drei Möglichkeiten, über die im Finanzausschuss diskutiert wurden: 1. Die Verlängerung der Grabstätte für weitere zehn Jahre. Zusammen mit Grabpflege und Restaurierungskosten für das Grabmal würde dies eine Summe von rund 7000 Euro ergeben. 2. Die Auflösung der Grabstätte und Verbringung des Grabmals nach Forchheim. Für die Grabauflösung würden keine Kosten anfallen, denn dies würde von der Stadt München getragen werden. Für das Aufstellen des Mayer-Franken-Grabmals in Forchheim wäre seitens der Stadt ein Nutzungsentgelt an den Friedhof zu entrichten.
3. Über die dritte Option - die Auflösung der gesamten Grabstätte einschließlich des Grabmals - wollte man erst gar nicht diskutieren. Allerdings konnte man sich auch nicht mit dem Gedanken anfreunden, das Grabrecht in München zu verlängern. So entschied man sich für die Verbringung des Grabmals nach Forchheim.Es müsse ja nicht der Friedhof sein, gab SPD-Stadtrat Uwe Kirschstein zu bedenken. Worauf Walter Mirschberger, der unter anderem für die Grünbetriebe zuständig ist, unmissverständlich klar stellte: "Grabmale gehören auf den Friedhof."