Viele Interessenten haben im Rahmen der Klimawoche des Landkreises Forchheim die Möglichkeit genutzt, einen Blick ins Innere des Energiehauses von Bauunternehmer Franz-Josef Ismaier in Hausen zu werfen. Vor Ort informierten er und Willi Harhammer von der Firma Ikratos über alle technischen Besonderheiten.

Das ursprüngliche etwa 25 Jahre alte Wohnhaus wurde komplett entkernt und mit modernster Technik und hocheffizienten Fenstern mit Einbruchsschutz ausgestattet. Schon von außen sieht man von weitem die 39 Solarmodule der Photovoltaikanlage (PV), die circa 11 000 kWh elektrischen Strom erzeugen.

Der durch die Hochleistungsmodule der PV-Anlage erzeugte Strom kann über den - von außen unscheinbar wirkenden - wassergekühlten Tesla-Speicher im Keller "zwischengebunkert" und dann bei Bedarf für Haus, Heizung und Elektromobilität verwendet werden. Aufgrund der Auslegung der PV-Anlage und des modernen Lithium-Ionen-Speichers kann eine Eigenverbrauchsquote von etwa 90 Prozent erreicht werden.

Ergänzend wurden auf der restlichen Dachfläche vier Röhrenkollektoren zur Nutzung von Solarthermie für die Warmwasserbereitung mit Heizungsunterstützung angebracht. Dadurch kann - je nach Witterungsverhältnissen - der Wärmebedarf von etwa März bis Oktober vollständig abgedeckt werden. Im Winter trägt eine energieeffiziente Pelletheizung die Hauptlast der Wärmeversorgung. Damit nicht viel Wärme verloren geht, wurde eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut sowie hohe Dämmstandards bei Fassade und Fenstern eingehalten.

Das Büro Energie und Klima des Landratsamtes informierte abschließend über die Fördermöglichkeiten bei Haussanierung und Neubau.