Erst Anfang Februar starb Seniorchef Anton Belzer. Das Gerücht von einem Verkauf der Geschäftsräume macht mittlerweile in der Stadt die Runde. Sogar Käufernamen fallen - werden aber von den Genannten heftig dementiert. Was ist dran, an dem Getuschel über eine neue Nutzung der ehemaligen Metzgerei Belzer?

Seit der Insolvenz der Metzgerei-Kette "Weckerlein", die bis Anfang 2013 eine Filiale in der Metzgerei Belzer betrieben hatte, stehen die Räume mit bester Lage in der Fußgängerzone leer. Seitdem ist die Stadt bemüht, eine Nutzung zu finden. "Wir haben immer wieder Gespräche geführt - aber erfolglos", erklärt Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO). Von einem Verkauf weiß er nichts, wohl aber von einem neuerlichen Gespräch, zu dem er geladen ist.

Fakt ist: Nach Ostern ist ein Treffen im Rathaus vereinbart. Wie Birgit Müller von der Wirtschaftsförderung bestätigt, sei dieses Gespräch von Alfred Belzer, einem Sohn des Seniorchefs, vereinbart worden. Der habe eine Investorengruppe an der Hand, die mit Bauamtsleiter Gerhard Zedler und der Wirtschaftsförderung die Nutzungsmöglichkeiten auf dem Areal erörtern wolle. "Wir sind froh, dass wir im April ein Sondierungsgespräch führen können", betont Birgit Müller. Von einem Verkauf allerdings wisse sie nichts, beteuert die Mitarbeiterin des Wirtschaftsförderungsamtes.

Auch Bauamtsleiter Gerhard Zedler winkt ab: Wenn ein Verkauf stattgefunden hätte, dann wüsste er dies. Aber er bestätigt zumindest, dass sich etwas bewege in Sachen Belzer. Bei der Erörterung mit dem potenziellen Investor gehe es um die Nutzungsmöglichkeiten auf den beiden Grundstücksbereichen, die eine Gesamtgröße von 800 Quadratmetern haben.

Auf die Bitte um eine Stellungnahme reagiert Alfred Belzer gegenüber unserer Zeitung mit schroffer Ablehnung.