Seit 27. Juni hat Effeltrich eine Großbaustelle. Die wichtige Verkehrsachse mit der Haupt- und Gaiganzer Hauptstraße, die einen wichtigen Teil der Infrastruktur im Landkreis Forchheim bildet, wird saniert. Dies hat zur Folge, dass die Bürger durch die umfangreichen Baumaßnahmen erheblich beeinträchtigt sind.

Der überörtliche Verkehr wird über Pinzberg und Kunreuth umgeleitet. Doch nicht alle machen davon Gebrauch. Sie tragen durch ihr Verhalten noch mehr zum Chaos bei. Eine Vollsperrung ist notwendig, weil die Straße nicht die erforderliche Breite aufweist, um die Arbeiten in halbseitiger Sperrung durchzuführen.


Aufgefräste Straße

"Durch die notwendigen Vollsperrungen kommt es innerorts schon zu starken Behinderungen", sagt Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL). Sie appelliert an die dahinter liegenden Ortschaften, von den Umleitungen Gebrauch zu machen.

Ein Befahren der aufgefrästen Straßen ist mit Einschränkungen zwar möglich, doch mit Rücksicht auf die Anwohner und die starke Staubentwicklung sollte man so wenig wie möglich davon Gebrauch machen. Die Baufirma ist angewiesen, bei Trockenheit die Straße zu wässern, um so den Staub einzudämmen.
Die Zufahrt zur Arztpraxis ist möglich jedoch Parkmöglichkeiten nur eingeschränkt möglich. Die Kommunikationsprobleme zwischen Baufirma und Bewohnern sind inzwischen ausgeräumt worden. Jetzt beginnen die Arbeiten mit dem Leitungsgraben in der Hauptstraße.

In der Gaiganzer Strasse wird mit den Bauarbeiten dann begonnen, wenn die Leitungsgräben in der Hauptstraße verfüllt sind. Während der Kirchweih an diesem Wochenende wird sich die Verkehrssituation weiter verschärfen, weil dann auch die Lindenstraße gesperrt ist. Wenn die Asphaltdecke im August aufgebracht wird, wird die Straße für zwei bis drei Tage gesperrt.
Dass eine Sanierung der Haupt- und Gaiganzer Straße notwendig ist, steht für alle Verantwortlichen außer Frage. Die Bauarbeiten sollen im September abgeschlossen sein.

Mit Umsatzeinbußen haben derweil die Gewerbetreibenden zu kämpfen. Reinhold Krumm, der Inhaber der St.-Georgs- Apotheke verweist auf enorme Umsatzeinbußen. An manchen Tagen komme überhaupt kein Kunde. Zur Höhe der Einbußen kann er erst am Monatsende etwas sagen werden. "Die Kundschaft lädt ihren Unmut auch bei uns ab. Wir merken, dass bei manchem die Nerven blank liegen und die Stimmung schlechter wird", sagt der Apotheker.
Deshalb hat Krumm seinen Lieferservice ausgeweitet. "Wir hoffen nur, dass alles möglichst schnell vorbei ist", sagt er.