Mit einer Feierstunde im Hof des Feuerwehrzentrums stellte die Stadtfeuerwehr ihr neues Drehleiterfahrzeug für 525 000 Euro und das neue Logistikfahrzeug GW-L2 für noch einmal 250 000 Euro in Dienst. Bereits einen Tag vorher nahm die Stadt Forchheim zwei baugleiche Fahrzeuge in Betrieb. Gleichzeitig wurden auch an den städtischen Bauhof fünf neue Fahrzeuge übergeben, die die Stadtkasse noch einmal mit rund 270 000 Euro belasten werden.
Gut, dass da alleine die Anschaffung der Drehleiter mit etwas über 270 000 Euro gefördert wird und vom Landkreis Forchheim noch einmal 213 000 Euro für diese Anschaffung fließen, wie ein sichtlich stolzer Bürgermeister Franz Josef Kraus (CSU) bei der Zeremonie im Beisein zahlreicher Ehrengäste mit Landrat Reinhardt Glauber, der Feuerwehrführung um Kreisbrandrat Reinhardt Polster, seinem Kreisbrandinspektor Georg Henkel und den beiden Brandmeistern Franz Josef Hetz und Michael Lorke und zahlreichen Abordnungen befreundeter Wehren erläuterte. Außerdem habe man auf die Anschaffung der Drehleiter wegen der gleichzeitigen Bestellung zusammen mit Forchheim noch zehn Prozent des Landkreiszuschusses als Extra-Nachlass erhalten.
Zum neuen 14 Tonnen schweren und mit 290 PS ausgestatteten Logistikfahrzeug mit seinen Anschaffungskosten von 250 000 Euro erhält die Stadt Ebermannstadt eine staatliche Förderung von 59 000 Euro und vom Kreis noch einmal 40 000 Euro. Das Fahrzeug ist - ebenso wie seine beiden baugleichen, jetzt in Forchheim und Neunkirchen am Brand stationierten Schwesterfahrzeuge - unter anderem mit 2000 Meter Schläuchen, einer Hochwasserausrüstung und einer in Rollcontainern untergebrachten Ausrüstung für Ölunfälle bestückt. Mit den neuen Einsatzfahrzeugen könne künftig noch mehr für die Sicherheit der Bürger getan werden, betonte das Stadtoberhaupt.
Feuerwehrvorsitzender Paul Steinlein hob bei diesem Anlass hervor, dass nicht nur die Feuerwehr die neuen Fahrzeuge benötige, sondern sie in erster Linie zum optimalen Schutz der Einwohner da seien, so dass sich ein Unglück wie der Brand des Hotels Sonne im Jahre 1981 in der Form nicht wiederholen könne.
Aber auch den Mitarbeitern seines Bauhofes wünschte Bürgermeister Kraus an diesem Tag ein unfallfreies Fahren, durften sie sich doch ebenfalls auf ihre neuen Fahrzeuge freuen. Sie bekamen einen nagelneuen Unimog, ein Hansa-Multifunktionsfahrzeug, einen Opel Movano, einen VW Caddy und einen ebenfalls nagelneuen Gabelstapler übergeben, die dann auch alle in Abwesenheit der evangelischen Pfarrer Claudia und Stefan Berner von Stadtpfarrer Zlatko Kidjemet mit dem Segen Gottes versehen wurden.
Der bei den nächsten Bürgermeisterwahlen nicht mehr kandidierende Franz Josef Kraus konnte sich die denkwürdige Bemerkung nicht verkneifen: "Ein wirklich historisches Ereignis!"