Die Sanierung des Mehrzweckgebäudes Hasenbergzentrum steht auf der Wunschliste der Maßnahmen, die im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogrammes (KIP) staatlich gefördert werden, ganz oben. Darauf einigten sich die Mitglieder des Ebermannstadter Bauausschusses in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig.

Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) hatte eingangs daran erinnert, dass die Zeit drängt. Bis 15. Februar müssten die Bewerbungsunterlagen für die beantragten Maßnahmen bei der Bewilligungsstelle, sprich der Regierung von Oberfranken, vorliegen. Zudem müssten die Projekte bis spätestens Ende 2018 abgeschlossen sein.

Da die Maßnahmen mit 90 Prozent der Kosten bezuschusst würden, herrsche schon eine gewisse Goldgräberstimmung, räumte Meyer ein. Und: Die Vorhaben sollen durch eine Arbeitsgruppe des Landkreises Forchheim, der Kreiskämmerin Carmen Stumpf und Kreisbaumeister Walter Neuner angehören, vorgeprüft werden. Kriterien, sagt Pressesprecher Holger Strehl, seien die Bedürftigkeit der Kommune, die Nachhaltigkeit des Projekts oder die Notwendigkeit des Vorhabens. Diese Rahmenbedingungen könnten von den Kreis-Organen besser beurteilt werden als von den Entscheidungsträgern der Regierung von Oberfranken, die über die Förderanträge entscheiden.


12 Millionen werden verteilt

Laut Bürgermeisterin Christiane Meyer stehen für den Landkreis Forchheim 12,3 Millionen Euro zur Verfügung. Sie sollen möglichst gerecht auf den ganzen Landkreis verteilt werden. Fest stehe aber bereits, dass Maßnahmen, die in das Förderprogramm aufgenommen werden, auch 90 Prozent Zuschuss bekommen.

Da die Fördersummen für die einzelnen Kommunen noch nicht feststehen, sind die Gemeinden dazu übergegangen, mehrere Projekte anzumelden beziehungsweise Förderabschnitte zu bilden. Bezuschusst würden vorzugsweise solche Projekte, für die es keine anderen staatlichen Fördermöglichkeiten gebe. Investiert werden soll in die Barrierefreiheit, in die energetische Sanierung und den Städtebau. Als mögliche Projekte legte die Verwaltung den Mitgliedern des Bauausschusses eine Liste von fünf Maßnahmen vor, nach der Dringlichkeit geordnet werden sollten. Die höchste Dringlichkeit erhielt die energetische Sanierung des Kindergartens St. Marien.

Gleich dahinter rangiert die Sanierung des Mehrzweckgebäudes Hasenbergzentrum, wobei es hier in erster Linie um die Barrierefreiheit (Einbau von Aufzügen) und die Modernisierung der Sanitärräume geht. Platz 3 belegt die Umwandlung der ehemaligen Schreinerei am Hasenberzentrum in einen Jugendraum oder ein Familienzentrum. Als Förderprojekte angemeldet wurden auch die Sanierung des ehemaligen Gasthauses "Zum Bayerischen" in Ebermannstadt und die Umwandlung der Schriefer-Scheune in Neuses-Poxstall in ein Gemeinschaftshaus für die Bürger. Das Gebäude aus der Zeit des 30-jährigen Krieges sei ein einzigartiges Baudenkmal, das es zu erhalten gelte, urteilt Meyer.