Ludwig Schmitt und die Dormitzer Jugendgruppe "Leuchtturm" haben auch in diesem Jahr eine spannende "Zeitreise" durch Dormitz präsentiert. Wie im vergangenen Jahr war die Veranstaltung in der Dormitzer Mehrzweckhalle bis auf den letzten Platz ausverkauft. Rund 450 Gäste lauschten der Multimedia-Show der Jugendlichen.

Für einen der Gäste wurde das Event sogar zu einem vorgezogenen Geburtstagsgeschenk zum 90. Geburtstag. "Mit jedem Bild wurden die Erinnerungen an meine Heimat Dormitz und an meine Wegegefährten wieder lebendig. Es war ein großartiges Erlebnis, meine Heimatgeschichte von den Jugendlichen so schön präsentiert zu bekommen", freute sich das Geburtstagskind Hans Kraus nach der Veranstaltung.

Drei Jahre lang hatten die Jugendlichen aus dem Jugendclub "Leuchtturm" unzählige Bilder für die Zeitreise gesammelt und daraus eine eindrucksvolle Multimedia-Show gebastelt. Außerdem waren auch zwei Musikkapellen bei dem Auftritt mit dabei.

"Wir haben in über vier Stunden die Geschichte unseres Heimatdorfes zu neuem Leben erweckt", freute sich Initiator Ludwig Schmitt. Der Fokus lag auf der Zeit zwischen den Jahren 1875 bis 1965.

Toleranz und Vielfalt

Die Dormitzer Jugendlichen hatten in den folgenden Bereichen geforscht: Landwirtschaft, Kirche und Gemeinde, dörfliche Gemeinschaft, Kameradschaften und Vereine, Kriegserinnerungen, jüdische Mitbürger, Kirchweih, Brauerei, Wirtschaften, Lebensmittelläden und Infrastruktur.

Die Idee für das Jugendprojekt entstand aus dem Bundesprogramm "Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie".

Den jungen Dormitzern geht es um das geschichtliche Verständnis der Dorfgeschichte und des Lebens ihrer Großeltern und Urgroßeltern. Und tatsächlich haben die Bemühungen der jungen Dormitzer gefruchtet. Am Ende honorierten die Besucher mit einem fünf Minuten langen Applaus ihre Arbeit.

"Die wahren Helden waren unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern", übten sich die jungen Leute allerdings in Bescheidenheit.

Da der Vortrag sowohl bei jungen als auch bei den älteren Dormitzern so gut ankam, geht das Projekt jetzt in die zweite Runde: Aus der Multimedia-Show soll nun ein historischer Bildband gestaltet werden.