Pünktlich zu ihrem 110. Gründungsjubiläum konnte die Freiwillige Feuerwehr im Hiltpoltsteiner Ortsteil Schossaritz ihr neues Einsatzfahrzeug vom Typ "TSF" in Dienst stellen. Die Anschaffungskosten für das 1992 gebaute Fahrzeug, das 10 000 Kilometer auf dem Tacho hat, teilen sich die Marktgemeinde Hiltpoltstein.

Angesichts der recht angespannten Haushaltslage dürfte sich Bürgermeisterin Gisela Bauer (BfH) über diese Lösung sehr gefreut haben. Der Wagen hat einen nicht näher bekanten vierstelligen Betrag gekostet.
Mit einem bunten Fest feierten die Schoßaritzer vor ihrem Gemeinschaftshaus ihr großes Feuerwehrfest.

Unter denen, die mit der Feuerwehr mitfeierten, waren auch Zweiter Bürgermeister Fritz Wittmann (FW) sowie Kreisbrandinspektor Markus Wolf und sein KBM Ludwig Baumann. 62 Männer und Frauen gehören dem Schoßaritzer Feuerwehrverein an. Das ist umso bemerkenswerter, als der Ortsteil gerade einmal 167 Einwohner zählt.

Der kleine Ort war unter dem Namen Schußaraz (Scozhartis) zusammen mit Möchs erstmals im Jahre 1195 in einem Schutzbrief des Papstes urkundlich erwähnt worden.

Im Lauf der Jahre änderte der Ort immer wieder seinen Namen: von Schachhartz (1439) über Schoßhart (1516) und Schußhardts (1601) bis hin zu Schachschartz (1669).

Unstimmigkeiten mit Kappel

In der Ortschronik ist nachzulesen, dass im Jahr 1903 28 Schoßaritz eine eigene Feuerwehr ins Leben gerufen haben. Zuvor hatte es mit der Wehr in Kappel, mit der die Schoßaritzer bis dahin zusammengearbeitet hatten, zu Unstimmigkeiten gekommen.
Zu ihrem Vorsitzenden wählten die Schoßaritzer Friedrich Kraft. Johann März wurde zum Kommandanten gewählt und Johann Heinlein zum Adjutanten. Bereits ein Jahr nach seiner Gründung konnten sich die Schoßaritzer Feuerwehrler eine handbetriebene Feuerwehrspritze leisten.
Heute führen Kommandant Reinhold Fett und Vorsitzender Raimund Häfner gemeinsam die Schoßaritzer Feuerwehr.