In Gößweinstein will die Pfarrei die Klosterkirche für 528.902 Euro innen wie außen sanieren. Für die Außensanierung sind 267.338 Euro veranschlagt und für die Innensanierung 154.591 Euro.

Die Ausstattung soll mit 7497 Euro zu Buche schlagen, für die Sanierung der Dreifaltigkeitskapelle sind 70.499 Euro und für die Außenanlagen weitere 28.977 Euro vorgesehen. Des Weiteren will die Pfarrei Gößweinstein ihre WC-Anlage zwischen Basilika und Mesnergarten, die auch vom Markt als öffentliche WC-Anlage genutzt wird, für 110.000 Euro sanieren, Dafür fordert die Pfarrrei vom Markt einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent sowie die Übernahme der Hälfte der Betriebskosten von jährlich 15.000 Euro. Die Pfarrei stützt sich dabei auf Vorgaben des erzbischöflichen Ordinariats Bamberg. Bisher zahlt der Markt Gößweinstein für diese Betriebskosten nur 2500 Euro im Jahr.

Keine Geld für die Verschönerung

In Wichsenstein will die dortige Pfarrei den Turm der Pfarrkirche St. Erhard für 195 322 Euro sanieren und beantragte dafür ebenfalls einen Zuschuss von der Markgemeinde Gößweinstein.

Nach einem Grundsatzbeschluss des Verwaltungsausschusses aus dem Jahr 2001 sollen Zuschüsse für Kirchensanierungen nur für Maßnahmen gewährt werden, die die Bausubstanz erhalten.

Jedoch nicht für Verschönerungs- und Innenerneuerungsmaßnahmen. Die Marktverwaltung hatte deshalb vorgeschlagen, der Kirchengemeinde Gößweinstein für die Sanierung der Klosterkirche einen Zuschuss in Höhe von 21.400 Euro zu gewähren.

Für den Turm der Kirche in Wichsenstein schlug die Verwaltung einen Zuschusssatz in Höhe von 5,42 Prozent vor, was für die zuschussfähigen Kosten einem Betrag von 9250 Euro entspräche. Für die Sanierung der WC-Anlagen in Gößweinstein forderten die Räte eine Sanierungskonzept sowie Aufstellung der Betriebskosten für die vergangenen drei Jahre. Für Jürgen Kränzlein (SPD) sind dies alles klassische freiwillige Leistungen.
Da man zuvor über ein Haushaltskonsolidierungskonzept beraten habe, müsse man nun auch sehr gewissenhaft über Zuschüsse reden.

In Sachen Kirchensanierungen riet Kränzlein deshalb, die Anträge vorerst zurückzustellen. "Wir wollen es ja, aber wir können es uns im Moment nicht leisten", sagte Kränzlein. "Wenn die Kirchen nicht da wären, käme keiner nach Gößweinstein", hielt Peter Weißenberger (FW) dagegen. Er ließ keinen Zweifel daran, dass die meisten Touristen der Kirchen wegen nach Gößweinstein kommen. "Wenn ich nichts habe, kann ich nichts geben", konterte Rainer Hagen (CSU). Beide Anträge zur Kirchensanierungen wurden in der Folge zurückgestellt.
"Wir verschieben es in die Haushaltsberatungen 2014 und warten ab, ob ein Haushaltskonsolidierungskonzept überhaupt kommt", sagte Bürgermeister Georg Lang (CSU) dazu.

Markt zahlt für Toiletten

Länger diskutiert wurde über die Sanierung der WC-Anlage. Zweiter Bürgermeister Helmut Kießling (FW) schlug vor, das Problem mit öffentlichen Toiletten anders zu lösen. So könnten die Gastwirte eine Art Eintritt für ihre Toiletten verlangen.

Am Ende waren sich die Gößweinsteiner Räte allerdings einig, die anstehende Sanierung der WC-Anlagen finanziell zu unterstützen. Die genaue Zuschusshöhe steht allerdings noch nicht fest.