Bei der Bürgerversammlung in Gosberg hat Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) den Status Quo umrissen. Auch seine Gemeinderäte zeigten Interesse an den Zahlen und deren Interpretation. Immerhin neun von zwölf Raten saßen unter den Besuchern.
Nach den Worten Seebers ist die Gemeinde im vergangenen Jahr von 1908 auf jetzt 1927 Einwohner gestiegen. Pinzberg zählt demnach 926, Gosberg 594, Dobenreuth 298 und Elsenberg 100 Einwohner. Lediglich Elsenberg schrumpfte um drei Einwohner.
Im gesamten Gemeindegebiet standen 115 Zuzügen 95 Abgängen gegenüber. Der Kindergarten, die Krippe und der Hort sind laut Seeber praktisch ausgebucht. Die Grundschule umfasst derzeit drei Klassen, davon eine Kombiklasse. 22 Kinder sind im Herbst eingeschult worden. So viele sind es in den zurückliegenden Jahren nie gewesen. Auch deshalb hält Schulleiter Ulrich Raab den Fortbestand zumindest mittelfristig für gesichert. Auch der laut Seeber "beachtliche Zuzug" junger Eltern in das Baugebiet von Dobenreuth nutzt der Schule. 2012 hat die kommunale Wasserversorgung 39 289 Kubikmeter Wasser gefördert. Das war 5392 Kubikmeter oder 13 Prozent weniger als im Jahr davor. Der Preis liegt mit 2,35 Euro deutlich über dem der Ehrenbürggruppe mit 1,28 Euro.

Investitionen für die Feuerwehr

Noch immer beschäftigt die Kommune die erhöhte Urangehalt im Trinkwasser. Ein Besuch in der Hirschaider Aufbereitungsanlage hat sich laut Seeber als hilfreich erwiesen. Entgegen der ersten Prognose eines Ingenieurbüros werden die Pinzberger wohl lediglich 35 000 Euro für eine neue Anlage investieren müssen.
Ein neues Löschfahrzeug in Pinzberg mit 228 565 Euro sowie 51 228 Euro für das Gebäude Gosberg bedeuteten erheblich Investitionen für die Freiwillige Feuerwehr. Ebenfalls investiert hat die Kommune in den Radweg zwischen Gosberg und Dobenreuth. Insgesamt 154 803 Euro fielen dafür an. Weitere 89 000 Euro kostete die Verlängerung nach Kunreuth.
Pinzberg, Gosberg und Dobenreuth verfügen jetzt über einen Breitbandanschluss. Dafür hat die Gemeinde 190 000 Euro in die Hand genommen. Elsenberg dagegen hat in den Worten Seebers wenig Interessen an einer schnelleren Datenverbindung gezeigt.
Das Baugebiet Krossensee soll nun endgültig realisiert werden, wie Seeber bei der Bürgerversammlung mitteilte. Ein entsprechender Bebauungsplan sei in Arbeit. Zufrieden zeigte sich Seeber mit dem Projekt "Krüppelwiesen". Im zurückliegenden Jahr ist das Gelände erschlossen worden. Mittlerweile sind nach Angaben der Gemeinde alle Bauplätze an vorwiegend junge Familien verkauft worden.

Seeber weiter für "kleine Lösung"

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Pinzberg hat laut Seeber zwischen 2006 und 2013 knapp 1,4 Millionen Euro verschlungen. Hinzu kommen rund 800 000 Euro, die der Landkreis Forchheim bezahlt. Für die Anlieger war mit einem Erschließungsbeitrag zwischen 3,75 Euro und 4,50 Euro kalkuliert worden. Tatsächlich kommen auf die Anlieger jetzt nur Kosten über 2,97 Euro zu.
Auffallend im Hintergrund blieb bei der Bürgerversammlung das Thema "Ostspange".
Seeber betonte, dass er sich weiter für die sogenannte "kleine Lösung" stark mache. Dies würde nur eine Umgehung von Gosberg bedeuten. Diese Variante unterstütze unter anderem auch der Bund Naturschutz (BN).Als ein Besucher den konkreten Verlauf der "kleinen Lösung" wissen wollte, hielt sich Seeber aber bedeckt.
Alles sei noch im Stadium der Planung, beschied er den Fragenden. Damit war das Thema "Ostspange" überraschend schnell beendet.