Die fünf lustigen und verrückten Musiker aus dem mittelfränkischen Baiersdorf teilen ihren Spaß an der Musik bei jedem Auftritt. In Forchheim zu hören sind die jungen Vollblut-Musiker am Sonntag beim Frühschoppen auf dem Hofmannskeller.

Von 10 bis 17 Uhr machen Johannes Reinhardt, Marco Bögler und Sandro Bögler sowie Stefan Fabian und Benni Fabian Musik für Jung und Alt. Egal, ob stiller Zuhörer, begabter Fox-Tänzer oder wilde Partygänger: Die Jungs freuen sich über jedes offene Ohr. Bei der Baiersdorfer Truppe, die sich der Unterhaltungs- und Stimmungsmusik verschrieben hat, ist die Gaudi garantiert.


Vor einem Jahr gegründet

Gegründet wurde die Band im Frühjahr 2015. Bereits in den Jahren zuvor war jeder Einzelne der Gründungsmitglieder im Bereich Veranstaltungs- und Medientechnik unterwegs. Sie betreuten vor allem junge Bands auf ihren Touren, traten aber auch als Veranstalter auf und waren für die technische Betreuung von Veranstaltungen zuständig. So sind Die Gerchli auf der Bühne keine Unbekannten.

"Papa" der Band ist der Servicetechniker Stefan (33). Der Schlagzeuger spielt auch Bassgitarre und singt. "Wir sind Allrounder", bekennt Frontmann Hannes (21), "wir können jederzeit Spielerwechsel durchführen." Damit meint er, dass er Stefan am Schlagzeug durchaus ersetzen könnte, wenn er wollte. Das hat er nämlich wirklich gelernt. Auch Gesangsunterricht hat Hannes genommen, denn nebenbei bastelt er auch an einer Solokarriere. Unterstützt wird er dabei von dem Erlanger Peter Wackel alias Steffen Peter Haas. Gitarre und das Spielen an der Steyrischen Harmonika hat sich Hannes, der gelernte Schreiner und Tischler, selbst beigebracht.

Zur Truppe gehört auch Gitarrist Marco, der die E-Gitarre und die Akustik-Gitarre schrammt. Der 22-Jährige schreibt sogar eigene Songs für die Band. Sein bisher bekanntestes Lied: "Egal, scheißegal, die Welt dreht sich auch ohne dich." Widerspruch hat der junge Mann, der Industrie-Technologie studiert, mit diesem Lied bislang noch nicht geerntet.


Akkordeon und Keyboards

Sein jüngerer Bruder Sandro spielt Akkordeon und Keyboards. Diese Instrumente hat sich der 19-jährige Fachinformatiker vollkommen selbst beigebracht. Komplettiert wird das Quintett von Benny (21), der den Bass zupft und singt. "Er ist der, der die Leute zum Lachen bringt", informiert Hannes, "Benny hat immer ein paar lockere Sprüche drauf." Der Kfz-Mechatroniker hat die Musik praktisch in die Wiege gelegt bekommen, denn sein Vater ist ebenfall ein Musiker. "Da fiel der Apfel nicht weit vom Stamm", stellt Hannes fest.

Und wie kamen die fünf Baiersdorfer zu ihrem Namen? "Ganz einfach", erklärt Hannes, "wir sind Franken und wollten eine fränkische Bezeichnung. Gerch ist so ein Name, der aber auch für jemanden verwendet wird, der a bissla bleed is. Und weil wir viel Blödsinn machen und weil wir mehrere sind, haben wir uns Die Gerchli genannt." Einleuchtend, findet Hannes.