Die Böllerschützen Effeltrich feierten den Umstand, dass sie es seit 20 Jahren gibt, und konnten zu diesem Anlass sogar den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) begrüßen. Ganz der Tradition verpflichtet begannen die Feierlichkeiten mit einem Totengedenken an Ehrenmal vor der Wehrkirche.
Dort gedachte Vorsitzende Angelika Batz zu den Klängen des örtlichen Musikvereins und der Musikkapelle aus dem oberbayerischen Warngau der gestorbenen Mitglieder.

Gerade ihren engagierten Mitgliedern verdankt es die Böllergruppe, dass aus einer spontanen Idee, die Schützen der beiden etablierten Effeltricher Schützenvereine Frankonia und Bavaria im Jahr 1993 gekommen war, tatsächlich eine Böllergruppe geworden ist.

Bildung für den Charakter

Heute bestehen die Effeltricher Böllerschützen aus vier Frauen und elf Männer, die seitdem mit ihrem traditionellen Salut aus dem gesellschaftlichen Leben Effeltrichs nicht mehr wegzudenken sind.

Das wusste auch Innenminister Joachim Herrmann, der selbst Ehrenkommandant des Arbeitskreises Nordbayerische Böllerschützen ist. "Sie pflegen einen jahrhundertealten Brauch und halten damit unsere fränkisch-bayerische Heimat lebendig", lobte Herrmann die Effeltricher.

Ferner attestierte ihnen der Innenminister, zur Persönlichkeitsentwicklung ihrer Mitglieder beizutragen. Herrmann dachte in diesem Zusammenhang an Werte wie Teamarbeit, Brauchtumspflege, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein. In Bayern gibt es rund 5000 Mitglieder in 700 Böllergruppen. Der Freistaat förderte die Schützenvereine im vergangenen Jahr mit rund 3,6 Millionen Euro.

150 Böllerschützen

Geehrt wurden bei der Feier die Gründungsmitglieder der Böllerchützen: Eva Heumann, Josef Wolf, Hans-Josef Werner, Reiner Tischner, Michael Wagner, Alfons Rauh, Reiner Regenfuss und Thomas Heumann. Sie alle bekamen das Böllerschützen-Ehrenzeichen mit Silberkranz des Schützenbezirks Oberfranken. Tanja Rauh durfte sich über die Damenspange des Bayerischen Sportschützenbunds (BSSB) freuen.

Für die Unterhaltung sorgten die Kapellen aus Effeltrich und dem oberbayerischen Warngau, dessen Schützengesellschaft seit seit 25 Jahren freundschaftliche Bande mit den Frankoniaschützen pflegt. Beschlossen wurde der Effeltricher Festreigen mit dem 2. Gauböllerschießen auf dem Sportgelände, an dem sich 150 Böllerschützen mit Hand- und Schaftböller, acht Standböller beteiligten.