Viele fleißige Hände der Brunner Gemeindemitglieder haben aus ihrer Stephanuskirche alle beweglichen Gegenstände geräumt. Die Lampen und Leuchter haben sie abgeschraubt und den leeren Dachraum des Gemeinschaftshauses in der Dorfmitte für die Gottesdienste hergerichtet.
Zwar müssen die Brunner in ihren Gottesdiensten bis auf Weiteres auf ihre Orgel verzichten. Doch auch mit einem Keyboard lassen sich die Lieder wohl angemessen feierlich begleiten.
Familiärer ist die Atmosphäre nun wohl auch geworden, weil die Brunner beim Gottesdienst enger zusammenrücken müssen. Die ganzen Umstände haben einen pragmatischen Hintergrund: Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Brunn saniert derzeit ihre Stephanuskirche.

Gesamtkosten: 137 000 Euro

Die Arbeiten schließen die Be- festigung und Sanierung der schablonierten Putzdecken im Kirchenraum ebenso ein wie die Reinigung der Innenraum-Wandflächen.
Die Ausstattung wird hergerichtet und die Putzfassade sowie das Dach saniert. Das alles hat die Kirchengemeinde mit dem Landesamt für Denkmalpflege sowie dem Baureferat der Landeskirche Bayern abgesprochen.
Die Brunner Kirchengemeinde geht davon aus, dass die Sanierungsarbeiten 137 000 Euro kosten werden. Daran beteiligen sich die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern, die Oberfrankenstiftung sowie drei Banken. Den Rest finanziert die Kirchengemeinde aus Eigenmitteln.
Der zuständige Architekt aus Heiligenstadt geht davon aus, dass die Arbeiten bis Mitte September abgeschlossen sind.
Dann können die Brunner Gläubigen aus ihrem Ausweichquartier in eine dann frisch renovierte Kirche umziehen.