Der Forchheimer Wirtschaftsförderer Viktor Naumann stellte dieser Tage eine neue Internet-Plattform vor. Optisch zwar angelehnt an die Tourismusseiten des Landkreises und der Fränkischen Schweiz, richtet sich das Angebot auf Forchheim-erleben.de aber vor allem direkt an die Forchheimer Einwohnerschaft mit Informationen "zwischen Kellerwald und Königsbad", wie es seiner Verlautbarung hieß. Naumann ist dabei aber wohl ein weiteres innerstädtisches Kulturangebot entgangen.

Unweit der eigentlichen Stadtbücherei, in einer Brauereiwirtschaft, scheint sich durch den Klimawandel mit immer wärmeren Wintern eine Nutzungsänderung der weitestgehend leeren Garderobe durchgesetzt zu haben. Oben auf der Hutablage steht für lesewillige Bücherratten eine stattliche Auswahl an allerhand Schmökern zur Verfügung.

Ob dies Überbleibsel durch zu viel Hopfengenuss vergesslicher Gäste sind, oder ob die vorwiegend männlichen Stammtischler tatsächlich neben dem Seidl in die Lektüren vertieft sind, konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden. Zumindest sollten sich die Forchheimerinnen künftig nicht wundern, wenn sich der Gatte mit den Worten verabschiedet: "Ich geh zum Lesen in die Bücherei."