Der Zeitplan ist eng gesteckt. Bis 22. Juli müssen die "begleitenden Arbeiten" entlang der Autobahn A73 zwischen Forchheim-Nord und Forchheim-Süd soweit abgeschlossen sein, dass die Gründungsarbeiten für die neuen Lärmschutzwände auf der Westseite beginnen können.

"Die Firmen arbeiten auch an den Wochenenden, teilweise sogar nachts", erklärt Michael Probst von der Autobahndirektion Nordbayern. Zumindest auf dem zwei Kilometer langen Abschnitt bis zur Trubbachbrücke müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dazu gehört auch die Verbreiterung der Fahrbahn von derzeit zehn auf zwölf Meter.

"Aber das ist nur ein Nebeneffekt", erklärt Probst. Im Mittelpunkt stehe der Lärmschutz. "Aber wenn wir schon dabei sind, machen wir alles andere mit." Dazu gehört die Erneuerung der Drainageleitungen mit einem Durchmesser zwischen 25 und 45 Zentimetern. Mit den Drainagen, die zwischen der Fahrbahn und den Lärmschutzwänden eingebaut werden, soll das Regenwasser abgeleitet werden. Auch ein neues Regenrückhaltebecken werde gebaut.

Die Unebenheiten auf der Fahrbahn führt Probst darauf zurück, dass beim Bau der Autobahn Ende der 70-er Jahre Feuerletten aus der Deponie Gosberg eingebaut wurde. "Warum die das getan haben, weiß keiner. Feuerletten ist nämlich alles andere als ein gutes Baumaterial", meint Probst. Das wird nun ausgetauscht.

Im Zuge der Verbreiterung der Fahrbahn und der Verlegung der Drainagen muss die Böschung an der Westseite stabilisiert werden. 30.000 Tonnen Baumaterial - das sind mehr als 3000 Brummi-Ladungen voll - müssen dafür bewegt werden. Auch das Abbruchmaterial der alten Trubbachbrücke werde wieder verbaut.

Die Verbreiterung der Autobahn zahlt sich vor allem im nächsten Jahr aus. Dann wird der Baustellenverkehr auf die Westseite verlegt. "Nur bei einer Fahrbahnbreite von zwölf Metern können wir alle vier Spuren an der Baustelle vorbeiführen", erklärt Michael Probst.