Mit perfektem Timing und begünstigt durch gute äußerliche Umstände absolvierte Christoph Wolf am Pfingstsonntag bei strahlendem Sonnenschein bravourös seine ersten drei Alleinflüge im Segelflugzeug. Er tat dies am selben Tag, an dem er seinen 14. Geburstag feierte.

Fliegerisches Erbgut scheint er von seinem Vater Andreas mitgekriegt zu haben. Dieser fliegt seinerseits seit vielen Jahren mit seinem Segelflugzeug auf dem Feuerstein.


Vertrauen gerechtfertigt

Wobei Christoph kein typisches Flugplatzkind ist: Erst im vorletzten Jahr hatte er seinen ersten Passagierflug gemacht und sich dann ernsthaft für die Sache interessiert. Die Interessen des Regensburger Gymnasiasten außerhalb der Fliegerei liegen in der Musik: Zweimal in der Woche langt er kräftig in die Klaviertasten mit abwechselnden Repertoires der Klassik und des Popjazz.

Anfängliche Skepsis der verantwortlichen Fluglehrer über das junge Alter wurden beseitigt und der Weg zum Ausbildungsbeginn schon mit 13 Jahren durch entsprechende Regelungen frei gemacht. Die fliegerische Entwicklung von Christoph seit Pfingsten 2015 hat dies im Nachhinein immer wieder bestätigt und ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie junge Menschen das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen können.

Seine Eltern haben zwar schon ganz schön kräftig mitgefiebert, sich aber bei seinen Freiflügen diszipliniert im Hintergrund gehalten. Dabei erinnerte sich Vater Andreas an seine eigene fliegerischen Wurzeln: Auch er hat mit 14 Jahren einst das Segelfliegen begonnen.