An Sonntag, 7. Juli, feiert der Benediktinerpater Edmar Greif sein 50. Priesterjubiläum. Zu seinen Ehren findet um 9.30 Uhr in der Mittelehrenbacher Filialkirche St. Wendelin ein Festgottesdienst statt. Nach der Messe folgt ein Stehempfang vor der Kirche. Anschließend gibt es einen Umzug mit den Vereinen und ein gemeinsames Mittagessen mit Vertretern der Kirchenverwaltung, Schulfreunden und geladenen Gästen.
Auf den Tag genau vor 50 Jahren fand Edmar Greifs Primiz in seiner Heimatgemeinde Mittelehrenbach statt. Der als volksnah geltende Jubilar ist als Josef Greif 1936 in Ortspitz auf die Welt gekommen. Im Kloster zu Münsterschwarzach erhielt er den Ordensnamen Pater Edmar.

Erzieherische Möglichkeiten

Mit dem Abitur in der Tasche trat er in die Abtei Münsterschwarzach ein. Die zeitliche Profess legt er 1958 ab. Nach dem Philosophiestudium in St. Ottilien und dem Studium der Theologie an der Universität Würzburg wurde Greif am 7. Juli 1963 von Weihbischof Alfons Kempf von Würzburg zum Priester geweiht. Neben Greifs Seelsorge-Tätigkeiten widmete er sich vor allem um die Jugendlichen und den Sport.
Schon in seiner Schulzeit war Pater Edmar ein leidenschaftlicher Fußballer und auch ein talentierter Turner. Nach dem Theologiestudium betrieb der Benediktiner Sportstudien in Würzburg und München und besuchte Lehrgänge an der Deutschen Turnschule in Frankfurt.
Von 1967 bis 2007 arbeitet er als Turn- und Sportlehrer am Egbert-Gymnasium zu Münsterschwarzach. Greif schätzte die erzieherischen Möglichkeiten, die im zielstrebigen Training eines Kunstturners stecken. Pater Edmar begeisterte seine Schüler für das Turnen und führte sie mitunter auch zu großen Erfolgen.
Mit seiner Mannschaft wurde er Bayerischer Schülermeister. Einige seiner Schüler wurden in die Jugend-Nationalmannschaft berufen und turnten bei zahlreichen Länderkämpfen. Pater Edmar gründete die DJK St. Maurus Münsterschwarzach und schaffte es in den 70er- und 80er- Jahren mit seinen Turnern bis in die Bundesliga.

Beflaggung am Sonntag

Noch heute trainiert er im Alter von 77 Jahren täglich mit den Kunstturnern. Auch bei den DJK-Verbänden arbeitet er mit und bei der deutschen DJK-National-Turn-Mannschaft ist sein Rat auch heute noch gefragt.
Die Verbindung zu seiner Heimat Mittelehrenbach hat der Benediktinerpater nie abreißen lassen. Ihm zu Ehren wird der Ortskern von Mittelehrenbach am Sonntag beflaggt sein.