Gospel ist emotionale Musik, die die Zuhörer mitreißt und bewegt. Die "Gospel Voices" aus Baiersdorf gehören zu jenen Chören, die sich mit Leib und Seele diesem Musikstil verschrieben haben. Gospel zeichnet aber nicht nur der Rhythmus oder der Klang aus. Oder der spezielle Groove, wie die Baiersdorfer Gospelsänger zu sagen pflegen.
Es ist auch die Botschaft, die mit der Musik transportiert wird. "Gospel" bedeutet "Evangelium" oder "Frohe Botschaft". Gospelmusik bezeichnet in erster Linie von Jazz und Blues beeinflusste religiöse Lieder. Gesungen worden sind sie von christlichen afroamerikanischer Gemeinden.
Das Repertoire der Baiersdorfer "Gospel Voices" ist groß. Egal, ob Gospelklassiker, zeitgenössische Songs oder afrikanische Rhythmen - der Chor singt alles mit Inbrunst und Leidenschaft. Darüber hinaus ist es für die Mitglieder selbstverständlich, alle Texte auswendig vorzutragen. "Nur so können wir richtig Stimmung machen", glaubt Vorsitzende Monika Rüger.

Ein Chorleiter aus Georgien

Gospel hört sich wohl am besten an, wenn sich die Sänger dabei bewegen. Die Songs werden a cappella, mit Pianounterstützung, aber auch mit Gitarren-, Saxophon- oder Trommelbegleitung vorgetragen.
Spaß und Geselligkeit ist den Chormitgliedern der "Gospel Voices" zwar wichtig, aber nicht alles: "Ich möchte auch richtig singen", sagt Rüger und kann in diesem Punkt für den gesamten Chor sprechen. Einen großen Anteil am Können des Chors hat Chorleiter Gocha Mosiashvili. Der 30-Jährige stammt aus Georgien und gibt seit 2011 in Baiersdorf den Takt an. Außerdem unterstützt Stimmbildnerin Sabine Krause den Chor.
Die Chormitglieder sind motiviert genug, immer noch besser werden zu wollen. Die "Gospel Voices" legen viel Wert darauf, dass unter den Mitgliedern die Chemie stimmt. Nur ein guter Sänger zu sein, reicht nicht aus, um bei den Baiersdorfern mitmachen zu können.
"Wenn wir eine schlechte Stimmung im Chor hätten, würde es das Publikum sofort merken", glaubt Rüger. Wer gerne Teil des Chors werden möchte, kann an zehn Schnupperproben teilnehmen.

Gegenseitige Erwartungen

Anschließend können die potenziellen Neuzugänge und auch das etablierte Gospel-Ensemble feststellen, ob die Erwartungen an den jeweils anderen erfüllt werden.
Der Gospelchor hofft derzeit vor allem auf neue männliche Stimmen. "Zur Zeit können wir leider keine weiblichen Stimmen aufnehmen, da unser Chor sonst disharmonisch klingen würde", bedauert Rüger.