Dass die Familie Liedtke die Heroldsmühle ersteigert hat, ist bekannt, dass aber das Wasserrad mit einem Durchmesser von 7,20 Metern sich wieder drehen kann, ist neu. Noch sind die Schöpfräder zum Teil verkalkt. Im Frühjahr wollen die Liedtkes den Kalk noch entfernen, so dass sich das Mühlenrad wieder rund drehen kann.

Die Heroldsmühle ist eine Mühle in der Fränkischen Schweiz. Sie liegt im Bereich von Heiligenstadt bei Oberleinleiter im Landkreis Bamberg. Im Trockental oberhalb der Heroldsmühle entspringt die Leinleiter.

Aus dem Jahr 1916

Besonders hervorzuheben ist an dieser Mühle das alte eiserne Wasser- bzw. Mühlrad aus dem Jahr 1916. Es hat einen Durchmesser von 7,20 Metern und gilt als das größte Mühlrad Deutschlands. Der Antrieb des Mühlrads erfolgt durch den Bachlauf unter- und auch oberschlächtig, indem Wasser durch eine hohle Steinsäule nach oben geleitet wird und damit zusätzlich für Antriebskraft sorgt. Bis 1952 war die Mühle in Betrieb, 1975 wurde das Gebäude restauriert und als Ausflugslokal umgestaltet, das seit November 2010 geschlossen ist.

Die Entfernung von der Heroldsmühle nach Forchheim beträgt etwa 25 Kilometer, nach Bamberg etwa 30 Kilometer und circa 60 Kilometer nach Nürnberg. Die Heroldsmühle ist eine Station auf der Juralinie des Main-Donau-Wegs, einem Fernwanderweg, der von Lichtenfels nach Regensburg führt. Auch der Frankenweg hat die Heroldsmühle als Station. Nun können neue Zeiten beim Ausflugslokal, das im Frühjahr wieder öffnen soll, anbrechen.

Wiedereröffnung im Frühjahr 2014

Ariane Liedtke war von Anfang an sehr begeistert von der Mühle mit dem großen Mühlrad von 1916. Das Gebäude selbst aus den 70er-Jahren. Allerdings musste die Familie feststellen, dass nicht nur die Wasser- und Heizungsrohre und die Heizkörper komplett aufgefroren sind und ersetzt werden müssen. Auch der Heizkessel, der drei Jahre nicht in Betrieb war, ist geplatzt und muss erneuert werden. Dennoch: Im Frühjahr 2014 ist die Wiedereröffnung fest eingeplant.